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In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt,
dass nicht ein einzelner Risikofaktor zur Prävention kardiovaskulärer
Krankheiten behandelt werden soll. Als Entscheidungsgrundlage
zur (medikamentösen) Therapie von Risikofaktoren kardiovaskulärer
Krankheiten soll das Gesamtrisiko eines/r Patient/in herangezogen
werden. Zur Beurteilung des zu erwartenden Behandlungsnutzen soll
die zu erwartende absolute Risikoreduktion und nicht nur die relative
Risikoreduktion beachtet werden. Die absolute Risikoreduktion
ist in klinischen Entscheidungsfindung zur Therapieindikation
die relevantere Information. Die Risikotabellen zur Beurteilung
des kardiovaskulären Krankheitsrisikos stützen sich auf die Beurteilung
des Gesamtrisikos ab und auf eine Abschätzung des Behandlungsnutzens,
der sich an der absoluten Risikoreduktion orientiert. Im Einführungsreferat
werden die theoretischen Grundlagen der Risikotabellen anhand
von praktischen Beispielen erläutert.
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