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In einem ersten Teil Darstellung der differenzierten Diagnostik,
mit der Erkenntnis, dass mediale Knieschmerzen und ein normales
Röntgenbild noch lange keine Meniskusläsion bedeuten; respektive,
dass die degenerativen Veränderungen viel häufiger sind und
darum erst in Zusatzuntersuchungen wie MRI und Arthroskopie
erkannt werden. Mit diesen Untersuchungen sind einerseits
gezieltere Therapien möglich, daneben erkennt man neuere Kniepathologien
, welche leider nur zum Teil ursächlich behandelt werden können.
Durch die genauere Analyse können unnötige, allenfalls kontraproduktive
invasive Therapien (sprich die Arthroskopie ) vermieden werden.
Neben all den "interessanten" Diagnosen soll aber nie das
Hauptziel vergessen werden, den Patienten möglichst rasch
und mit wenig Aufwand schmerzfrei zu bekommen, entsprechend
ist eine einfache symptomatische Therapie ohne Diagnose bei
der Gonarthrose häufig gerechtfertigt. In einem zweiten Teil
werden die 3 wesentlichen operativen Therapiemodalitäten des
Orthopäden dargestellt mit ihren Indikationen, Erfolgsaussichten
und Komplikationen. Auf Grund dessen erhält der Allgemeinpraktiker
ein Hilfsmittel, den Zeitpunkt zur Weiterweisung an den Spezialisten
zu optimieren. Wann lohnt es sich noch an ein arthroskopisches
Débridement zu denken, bestehen noch Chancen für eine Umstellungsosteotomie,
und ist tatsächlich die Knieprothese beim entsprechenden Patienten
sinnvoll? Im Rahmen dieser therapeutisch-orthopädischen Übersicht
werden die aktuellsten Therapierichtlinien der EULAR vorgestellt,
sie sollen die eigenen hausärztlichen Therapiekonzepte bestätigen
und unterstützen. Am Schluss werden kurz die Zukunftsperspektiven
aufgezeigt, insbesondere die autologe Knochen-Knorpel Transplantation
und die autologe Chondrocytentransplantation , beide Verfahren
haben sich für die Therapie der Gonarthrose noch nicht durchgesetzt.
22. Februar 2002 |