Salutogenese

Freitag, 22. März 2002
15.00-19.00 Uhr

Mehrzweckhalle beim Schulhaus
SALUTOGENESE im Umgang mit Patienten
Dr. med. Gisela Perren-Klingler

VORAUSSETZUNG für diese Arbeit:
ÄrztIn nimmt dieses Konzept an,
ist überzeugt, dass jeder Patient eine eigene Fähigkeit für Salutogenese hat.
Zentrales Ericksonianisches Konzept: Es gibt keinen Widerstand, nur Inflexibilität des Therapeuten.

SELBSTKOHÄRENZ:
Verständlichkeit: kognitive Kontrollierbarkeit der Umgebung (rational voraussagbar)
Manageability: Individuen kennen Ressourcen zur Bewältigung von Problemen und können sie benützen
Sinnhaftigkeit: motivationale Komponente, Situation als herausfordernd und eines Engagement wert erlebt

KONZEPT DER SALUTOGENESE:
Manageability: Gefühl von Kontrolle
Intellegibility: Gefühl von Einsichtigkeit
Meaning: Sinnhaftigkeit

1. Jeder Mensch hat, solange er lebt, Ressourcen es liegt an uns sie zu mobilisieren.
2. Je mehr der Mensch das Gefühl von Kontrolle erlebt, umso weniger ist er gestresst, d.h. umso mehr Ressourcen hat er zur Verfügung, um mit einem Problem umzugehen.
3. Kontrolle muss nicht in der "Realität" geschehen, sondern muss "gefühlt" werden. Man muss die Wahl haben.
4. Auch minimale Kontrolle kann genügen.
5. Kontrolle der Atmung und damit des Stress - ist eine gute Metapher für noch andere Kontrolle.

KONTEXT:
Beschreibung des Schmerzes: Wo, wann, wie, was macht ihn am schlimmsten, was hilft.
Was bedeutet der Schmerz für Sie? Suche nach komplexen Äquivalenzen; Flexibilisieren und Reframen der komplexen Äquivalenz. Erwartung des Patienten an Arzt, Klärung was man bieten kann.
Programm vorschlagen, zur Arbeit, mit und am Schmerz; Kontrollmöglichkeit sind zentral.

BESCHREIBUNG DES SCHMERZES:
Wo im Körper, mit Händen zeigen.
Aufgesetzt oder tief drin?
Wärmer oder kühler?
Konsistenz?
Oberfläche?
Bewegt oder unbewegt?
Leicht oder schwer?
Ausstrahlung?
Form (zeigen lassen)
Grösse

17. März 2002

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