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Mensch-Heimtier-Beziehungen existieren seit mind. 15'000
Jahren und heute in sämtlichen Kulturen der Welt. Ihre
positive Wirkung auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit
wird heute durch drei Phänomene erklärt: Biophilia,
sozio-emotionale Unterstützung und Attachment-Theorie.
In der allgemeinen Öffentlichkeit haben Interaktionen
mit (manchmal nur der Besitz oder die Anwesenheit von)
Hunden und Katzen erwiesenermassen die folgenden Wirkungen:
a) erhöhte Überlebenswahrscheinlichkeit von Coronar-Herzpatienten,
b) Senkung von Blutdruck und Pulsrate, c) tiefere Cholesterinwerte
(Männer), d) weniger Klagen über Gesundheitsprobleme
und erhöhte Lebensqualität, e) reduzierte Besuchsfrequenz
beim Hausarzt und tiefere Auslagen für Medikationen,
f) reduzierte Gefühle von Einsamkeit, Depression und
Angst, g) erhöhtes Selbstwertgefühl (v.a. bei Kindern),
und h) erhöhte soziale Integration (bei Kindern, Betagten
und Behinderten). Therapeutisch werden Tiere erfolgreich
eingesetzt bei: a) nicht-kommunikativen psychiatrischen
Patienten, b) ADHD- und CD-Kindern, c) Menschen mit
Down-Syndrom, d) Alzheimer-Patienten, e) Personen mit
neurologischer/motorischer Dysfunktion (v.a. - aber
nicht nur - Hippotherapie), und f) als Hilfsmittel für
behinderte Menschen.
Es ist deshalb wichtig, dass sowohl der Allgemein-Praktiker
wie auch der Facharzt über die Möglichkeiten und Grenzen
der tiergestützten Therapien informiert wird und den
Unterschied zwischen TGT und tiergestützten Aktivitäten
kennt.
Wilson, C. and Turner, D. 1998. Companion Animals in
Human Health. Sage Publ. Inc., London.
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