| Statine
- was leisten die Lipidsenker "par excellence"? |
In der Schweiz sind heute fünf verschiedene HMG-CoA-Reduktasehemmer
(Statine) erhältlich; es handelt sich um Atorvastatin (Sortis),
Cerivastatin (Lipobay), Fluvastatin (Lescol), Pravastatin (Mevalotin,
Selipran), und Simvastatin (Zocor). Das erste Statin, das entwickelt
wurde (Lovastatin), ist in der Schweiz nicht erhältlich, obwohl
es eine relativ gut dokumentierte Substanz ist. Diese Medikamente
senken die LDL-Cholesterinspiegel und können auch die HDL-Cholesterin-
sowie die Triglyzeridspiegel im vorteilhaften Sinne beeinflussen.
Für die am besten untersuchten Statine (Lovastatin, Pravastatin,
Simvastatin) ist ein klarer Nutzen im Sinne einer Reduktion
klinisch relevanter Endpunkte (kardiovaskuläre Morbidität und
Mortalität) nachgewiesen. Es kann angenommen werden, dass der
Nutzen in einem direkten Zusammenhang mit der LDL-Cholesterinsenkung
steht. Mit anderen Worten: je stärker die Lipidsenkung, desto
besser die präventive Wirkung. Ein Vergleich der verschiedenen
Statine kann sich deshalb auf die Lipidwirkung bestimmter Dosen
stützen.
Am meisten profitieren diejenigen von einer Statinbehandlung,
die hohe LDL-Cholesterinwerte und ein ungünstiges Risikoprofil
aufweisen. In der Sekundärprophylaxe der koronaren Herzkrankheit
ist deshalb nicht selten eine Behandlung mit Statinen indiziert.
Steht eine Statinbehandlung in der Primärprävention zur Diskussion,
so können verschiedene Tabellen nützlich sein, die das Risiko
eines koronaren Ereignisses einschätzen helfen.
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| Zytochrome:
Schlüssel zu vielen Arzneimittelinteraktionen |
Der menschliche Körper verfügt über verschiedene Abwehrmechanismen,
die ihm erlauben, sich von Fremdstoffen zu befreien. Unter diesen
sind die von Zytochromen ausgelösten chemischen Reaktionen (Biotransformation,
z.B. Oxidation) besonders wichtig. Auch sehr viele Medikamente
werden von Zytochromen «verarbeitet», wobei dies zu einer Aktivierung
oder Inaktivierung führen kann. In den letzten Jahren sind viele
neue Forschungsresultate zu den Zytochromen bekannt geworden.
Dies erlaubt uns in vielen Fällen, gegenüber früher viel präzisere
Voraussagen zu möglichen Arzneimittelinteraktionen zu machen.
Für die Biotransformation von Medikamenten ist eine ganze Reihe
von Zytochromen verantwortlich. Ein Medikament kann lediglich
Substrat z.B. einer Isoenzym-Gruppe von Zytochromen sein, diese
aber weiter nicht beeinflussen. In anderen Fällen sind mehrere
Gruppen von Zytochromen von Bedeutung. Gewisse Medikamente regen
die Bildung von Zytochromen an («Induktoren»), andere hemmen
diese («Inhibitoren»). Inhibitoren und Induktoren sind nicht
selten (aber nicht immer) auch Substrate der entsprechenden
Zytochrome. Wie wichtig die Kenntnis dieser Fakten ist, lässt
sich anhand einiger praktischer Beispiele demonstrieren.
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| Medikamente
und Schwangerschaft |
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Dass Arzneimittelfragen in der Schwangerschaft wichtig sind,
aber nicht immer ganz einfach beantwortet werden können, lässt
sich an der Fragenstatistik von Arzneimittel-Informationsstellen
(wie z.B. info-pharma) ablesen. Das Asthma bronchiale und der
Diabetes mellitus sind zwei Krankheiten, die auch bei jungen Frauen
vorkommen und die in der Schwangerschaft besondere Aufmerksamkeit
erfordern. Bei Harnwegs- und anderen Infekten gilt es, möglichst
problemlose Antibiotika auszuwählen. Spezielle Probleme kann eine
Behandlung mit Antikoagulantien oder mit Antiepileptika verursachen.
Aber auch der Umgang mit vielen anderen Medikamenten - Schmerzmitteln,
Antihypertensiva, Psychopharmaka, Migränemitteln usw. - muss sorgfältig
bedacht werden.
Einige Beispiele sollen zeigen, wie solche Fragen beantwortet
werden. Speziell diskutiert werden dabei auch Medikamente, die
erst in den letzten Jahren eingeführt worden sind.
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| Neuheitenmosaik |
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Im Rahmen des Neuheitenmosaiks sollen Arzneimittel kritisch beleuchtet
werden, die neuerdings eingeführt worden sind oder nächstens verfügbar
werden. Da es nicht möglich ist, alle Neuheiten zu diskutieren,
sind die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer eingeladen, hier
drei oder vier «Kapitel» auszuwählen. Bitte bedenken Sie, dass
die knappe zur Verfügung stehende Zeit nur eine sehr summarische
Evaluation ermöglicht! Am Kongresstag ergibt sich nochmals eine
Wahlmöglichkeit; wir werden aber mindestens 2 Themen berücksichtigen,
die via Internet am häufigsten gewählt werden.
Die besprochenen Themen waren:
Neuere Chinolone - Betablocker bei Herzinsuffizienz - Leukotrienantagonisten
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