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Der
sogenannt "unmotivierte Klient"
Lässt sich
eine professionelle Beratungsperson auf die Welt der Klienten
ein und es klingt dabei die Idee an, die Dinge könnten auch
anders sein als sie sind, kommt es zuweilen vor, dass die
betreffenden Klienten unzulänglich werden. Wie ist das möglich?
Eine systemtheoretische Betrachtungsweise geht davon aus,
dass lebende Systeme autonome, sich selbstunterhaltende
Organisationen sind, die einzig und allein damit beschäftigt
sind, so zu funktionieren wie sie nun mal funktionieren,
und darin fortzufahren. Werden sie hierbei zu sehr von aussen
gestört, dann wird diese Störung als Bedrohung wahrgenommen,
und das System weist den Eindringlich bzw. die eindringende
Idee wieder ab. Die professionellen Berater sprechen dann
von Widerstand oder mangelnde Compliance. Sobald jedoch
eine äussere Störung auftritt, welche das System in seiner
Autonomie zu bestärken scheint, wird diese aufgenommen.
Die "Störung" wird als nützlich integriert. Es gibt eine
neue Konfiguration und das System betrachtet sich selbst
als verändert. Die professionellen Berater sprechen dann
von Erfolg oder motiviertem Klientel. Was lässt sich daraus
schliessen? Wir, als professionelle Berater können nicht
wissen, wie man besser lebt als das Klientensystem, keiner
von aussen kennt ein anderes System besser als es sich selbst
kennt. Mit ein wenig Glück, bleibt es uns erspart, vom Klienten-System
abgewiesen zu werden. (Williams 1994)
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