Aroser Fortbildungskurs 1999
Aus der Praxis - Für die Praxis, 25. bis 27. März 1999

Vortrag / Was ist gesichert in der Therapie tachykarder Rhythmusstörungen? / W. Angehrn

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Donnerstag, 25. März 1999
Mehrzweckhalle beim Schulhaus
15.00-19.00 Uhr



Herz und Hausarzt
W. Angehrn: Was ist gesichert in der Therapie tachykarder Rhythmusstörungen?

Vor einer Therapie müssen folgende Punkte geklärt sein:

  • Art der Arrhythmie?
    12-Ableitungs-EKG, Holter-EKG, Event-Recorder, EKG-Arbeitsversuch, ev. elektrophysiologische Stimulation
  • Ist eine organische Herzkrankheit fassbar?
    Klinik, EKG-Arbeitsversuch, Thoraxröntgenbild, Echokardiographie, Koronarangiographie
  • Prognose der Arrhythmie?
    Harmlos: Extrasystolie und supraventrikuläre Tachykardie bei Herzgesunden, intermittierendes WPW-Syndrom ohne Synkopen. Potentiell gefährlich: Vorhofflimmern beim älteren Patienten mit arterieller Hypertonie und linksventrikuärer Dysfunktion (Risiko eines zerebralen Insults oder einer Herzinsuffizienz) Gefährlich: Kammertachykardie, vor allem polymorphe Formen, (Torsades de pointes) bei Herzkranken, vor allem bei Synkopen in der Anamnese
  • Finden sich auslösende Faktoren?
    Myokardischämie, Elektrolytstörungen (vor allem Hypokaliämie), Medikamente (Antidepressiva, Antihistaminica, Antiarrhythmika, Antibiotika), Infekt, Alkoholkonsum, Hypoxämie (COPD), Drogenmissbrauch (Kokain), Hyperthyreose, körperliche Aktivität (Ruhe, Belastung)
  • Behandelbare Grundkrankheit?
    Revaskularisation bei koronarer Herzkrankheit, Einstellung einer arteriellen Hypertonie, Korrektur eines Vitiums, Behandlung einer Herzinsuffizienz (ACE-Hemmer)


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