Aroser Fortbildungskurs 1999
Aus der Praxis - Für die Praxis, 25. bis 27. März 1999

Vortrag / Was ist gesichert in der Therapie tachykarder Rhythmusstörungen? / W. Angehrn

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Donnerstag, 25. März 1999
Mehrzweckhalle beim Schulhaus
15.00-19.00 Uhr



Herz und Hausarzt
W. Angehrn: Was ist gesichert in der Therapie tachykarder Rhythmusstörungen?

Empfehlung für den Nichtspezialisten

  • Klasse I-Antiarrhythmika (Chinidin, Propafenon, Procainamid, Mexiletin, Flecainid) sollten wegen der Gefahr einer proarrhythmischen Wirkung (bis zu 20%) nicht verwendet werden
  • Vorsicht mit Amiodaron (Cordaron): Hypo- oder Hyperthyreose, Pneumopathie, Photosensibilität, keine gesicherte Indikation aus prognostischen Gründen (z.B. Behandlung von ventrikulären Extraystolen nach Myokardinfarkt)
  • Vorsicht mit Sotalol (Sotalex), proarrhythmischer Effekt in ca. 4%, cave QT-Verlängerung mehr als 0,5s · Betablocker (vor allem kardioselektive) sind relativ sicher
  • Verapamil (Isoptin) und Diltiazem (Dilzem) sind relativ harmlos, keine Verwendung bei manifester Herzinsuffizienz. Cave Isoptin i.v. bei supraventrikulärer Tachykardie infolge WPW-Syndrom
  • Digitalis heute weitgehend obsolet (ausser bei tachykardem Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz)


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