|
16. April 2004
(UPM) In den letzten Wochen sind mehrere "Dear Doctor
Letters" veröffentlicht worden, die an Probleme
von atypischen Neuroleptika erinnern, auf die wir verschiedentlich
auch schon hingewiesen haben. So hat die amerikanische FDA
alle Hersteller von atypischen Neuroleptika aufgefordert,
zu informieren, dass unter atypischen Neuroleptika Hyperglykämien
vorgekommen sind, zum Teil verbunden mit einer Ketoazidose
oder einem hyperosmolaren Koma. In Grossbritannien und Kanada
sind die Analysen von placebokontrollierten Studien publiziert
worden, laut denen Risperidon (Risperdal®) und Olanzapin
(Zyprexa®) bei dementen Personen das Risiko erhöht,
einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische
Attacke (TIA) zu erleiden. Das bedeutet, Vorsicht walten zu
lassen, wenn atypische Neuroleptika Personen verschrieben
werden, die an einem Diabetes mellitus erkrankt sind, ein
zerebrovaskuläre Ereigniss in ihrer Vorgeschichte haben
oder entsprechende Risikofaktoren aufweisen.
Hyperglykämiewarnung (am Beispiel von Clozapin = Leponex®):
http://www.fda.gov/medwatch/SAFETY/2004/Clozaril-deardoc.pdf
Warnung zu Risperidon- und Olanzapin-bedingten zerebrovaskulären
Ereignissen:
http://www.mca.gov.uk/ourwork/monitorsafequalmed/safetymessages/antipsystoke_9304.pdf
http://www.hc-sc.gc.ca/hpfb-dgpsa/tpd-dpt/zyprexa_hpc_e.html
"pharma-kritik"-Nebenwirkungsnummern und früherer
BDN-Text, die diese Probleme beschreiben ("pharma-kritik"-Texte
nur mit Abonnement/Passwort zugänglich):
http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk14a-00.html
http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk14a-02.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn75.html
|