| 6. Juli 2007
(UPM) Wie in einer kürzlich veröffentlichten Doppelblindstudie
gezeigt wurde, scheint bei bipolarer Krankheit die Zugabe
von Antidepressiva keinen Nutzen zu haben: 366 Patienten und
Patientinnen behandelte man während eines halben Jahres
mit einem sogenannten Stimmungsstabilisator wie Lithium (Quilonorm®
u.a.), Carbamazepin (Tegretol® u.a.) oder Valproinsäure
(Depakine® u.a.); zusätzlich erhielten sie ein Antidepressivum
(Paroxetin [Deroxat® u.a.] bzw. Bupropion [in der Schweiz
nicht als Antidepressivum registriert] oder Placebo. Der primäre
Endpunkt – ein mindestens 8 Wochen anhaltender euthymer
Zustand mit höchstens zwei depressiven oder manischen
Symptomen – wurde in der Antidepressiva-Gruppe von 24%
der Behandelten, in der Placebo-Gruppe bei 27% erreicht. Auch
bei den sekundären Endpunkten ergaben sich in der Placebo-Gruppe
durchwegs leicht bessere Resultate.
Abstract der Studie aus dem "New England Jornal of Medicine":
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/356/17/1711
Aktuelle Übersicht zur Behandlung der bipolaren Krankheit
http://www.australianprescriber.com/upload/pdf/articles/886.pdf
"pharma-kritik"-Nummer zur bipolaren Krankheit:
http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk10a-00.html
|