| 16. Dezember 2007
(UPM) Gemäss einer "Lancet"-Publikation besitzt
Sunitinib, ein Tyrosinkinase-Hemmer, der beim gastrointestinalen
Stromatumor und beim Nierenzellkarzinom verwendet wird, ein
deutliches kardiotoxisches Potential: Bei 8 von 75 Personen,
die in einer offenen Studie Sunitinib erhalten hatten, trat
nach einer medianen Therapiedauer von 31 Wochen ein kardiovaskuläres
Ereignis auf: jemand starb an einem Multiorganversagen, verbunden
mit Herzinfarkt und Lungenödem; jemand mit einer bekannten
koronaren Herzkrankheit erlitt einen nicht-tödlichen
Myokardinfarkt; und bei 6 Personen entwickelte sich eine Herzinsuffizienz
(NYHA III° bis IV°). Zudem fand man bei etlichen Patienten
und Patientinnen eine Verschlechterung der Auswurfsfraktion
oder einen leichten Anstieg des Troponinspiegels. Fast die
Hälfte der Behandelten war von einem Blutdruckanstieg
auf über 150/100 mm Hg betroffen. Anfällig für
kardiale Ereignisse scheinen insbesondere Personen mit vorbestehender
Herzkrankheit oder Hypertonie zu sein; womöglich wird
das Risiko auch durch eine vorausgegangene Anthrazyklin-Behandlung
erhöht.
Abstract der Studie:
http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673607618650/abstract
"pharma-kritik"-Nummer zu Sunitinib (nur mit Abonnement/Passwort
zugänglich):
http://www.infomed.org/pharma-kritik/abo/pk10b-06.html
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