| 4. Juli 2008
(UPM) Eine kürzlich veröffentlichte Fall-Kontroll-Studie
nährt den Verdacht, dass Bisphosphonate das Risiko eines
Vorhofflimmerns erhöhen. So war in der Fallgruppe –
719 Frauen mit der Diagnose eines Vorhofflimmerns –
signifikant häufiger irgendwann einmal eine Behandlung
mit Alendronat durchgeführt worden als in der Kontrollgruppe
("Odds Ratio" = 1,9). Auch für Zoledronat (Aclasta®)
existieren Daten, die auf diese Nebenwirkung hinweisen. Ein
Zusammenhang zwischen Bisphosphonaten und Vorhoflimmern liesse
sich zum Beispiel damit erklären, dass diese Substanzen
zu leichten Elektrolytverschiebungen führen (v.a. Hypokalzämie)
oder dass sie Entzündungsprozesse beeinflussen, die sich
auf die Vorhöfe auswirken.
Abstract der Studie aus den "Archives of Internal Medicine":
http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/abstract/168/8/826
Frühere BDN-Texte zu Bisphosphonaten:
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn56.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn89.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn165.html
"pharma-kritik"-Nummer zu Bisphosphonaten (nur
mit Abonnement/Passwort zugänglich):
http://www.infomed.org/pharma-kritik/abo/pk05a-06.html
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