| 17. Oktober 2008
(UPM) Eine Metaanalyse bestätigt den Verdacht, dass Anticholinergika
wie Ipratropium (Atrovent®) und Tiotropium (Spiriva®)
das kardiovaskuläre Risiko erhöhen. Die Zusammenfassung
von 17 Doppelblindstudien ergab, dass der kombinierte Endpunkt
"Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulär bedingter
Todesfall" unter Anticholinergika signifikant häufiger
aufgetreten war als in den Vergleichsgruppen (1,8% gegenüber
1,2%). Auch wenn man die Ereignisse isoliert betrachtete,
fiel der Vergleich in allen Fällen zu Ungunsten der Anticholinergika
aus, mit einem signifikanten Unterschied bei Herzinfarkt und
kardiovaskulär bedingten Todesfällen und einem nicht-signifikanten
bei Schlaganfall und Gesamtmortalität.
Abstract der Studie aus dem JAMA:
http://jama.ama-assn.org/cgi/content/abstract/300/12/1439
Früherer BDN-Text zu Tiotropium:
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn239.html
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