| 8. Dezember 2008
(UPM) In der letzten Ausgabe des "Australian Adverse
Drug Reactions Bulletin" wird wieder einmal auf die Risiken
einer Behandlung eines akuten Gichtanfalls mit Colchicin hingewiesen.
Da die therapeutische Breite von Colchicin gering ist, können
rasch schwere, lebensbedrohliche Vergiftungen mit Blutzellverminderung,
Multiorganversagen und seltener Myopathie bzw. Rhabdomyolyse
entstehen. Zu beachten ist dies vor allem bei älteren
Leuten sowie bei Personen mit Nieren- oder Leberinsuffizienz.
Da Colchicin hauptsächlich über CYP3A4 abgebaut
wird, können auch CYP3A4-Hemmer zu Colchicin-Intoxikationen
führen. Es sind mehrere Fälle bekannt, in denen
zum Beispiel der CYP3A4-Hemmer Clarithromycin (Klacid®
u.a.) als eine tödliche Colchicin-Vergiftung hervorgerufen
hat.
Bericht aus dem "Australian Adverse Drug Reactions Bulletin":
http://www.tga.gov.au/adr/aadrb/aadr0810.htm#a1
"pharma-kritik"-Nummer zur Gicht (nur mit Abonnement/Passwort
zugänglich):
http://www.infomed.org/pharma-kritik/abo/pk13a-06.html
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