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Hepatotoxizität von Propylthiouracil (Propycil®) |
| Autor(in): Urspeter Masche |
| Datum: 20. Mai 2010 |
Hepatotoxizität von Propylthiouracil (Propycil®)
In den USA wird die Packungsbeilage von Propylthiouracil mit einer neuen Warnung versehen, die auf die Lebertoxizität hinweist. Der FDA sind 34 Fälle schwerwiegender Leberschäden bekannt, die unter Propylthiouracil aufgetreten sind, und zwar 23 bei Erwachsenen und 11 bei Kindern. In 15 Fällen führte der Leberschaden zum Tode, und in 12 Fällen musste eine Lebertransplantation durchgeführt werden. Eines der betroffenen Kinder starb, während es auf der Transplantationsliste war.
Propylthiouracil sollte nicht als Thyrostatikum der ersten Wahl verschrieben werden. Ausnahme ist höchstens das erste Schwangerschaftstrimester, weil das Missbildungsrisiko unter Thiamazol bzw. dem in der Schweiz erhältlichen Carbimazol (Néo-Mercazole®) �"� das zu Thiamazol umgewandelt wird �"� als höher einzustufen ist.
Rundschreiben der FDA: http://www.propylthiouracil-fda.notlong.com
«pharma-kririk»-Text zu Thyreostatika (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): http://www.infomed.org/pharma-kritik/abo/pk05b-09.html
Hepatotoxizität von Propylthiouracil (Propycil®) (20. Mai 2010)
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