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Antwort:
Clenbuterol hat wie andere b2-Sympathomimetika anabole Eigenschaften und wird verbotenerweise (siehe Dopingliste) seit Jahren von Athleten und Body-Buildern als muskelaufbauende Substanz verwendet.
Tierversuche haben gezeigt, dass Clenbuterol zu einer Zunahme der Muskelmasse und einer verstärkten kontraktilen Antwort auf einen elektrischen Reiz führt. Davon profitiert bevorzugt die weisse Muskulatur der Extremitäten (Muskelfasern vom schnellen Typ). Die für die Körperhaltung (Rückenmuskulatur) wichtige rote Muskulatur, welche vorwiegend aus Muskelfasern vom langsamen Typ besteht, wird kaum beeinflusst. Generell konnte festgestellt werden, dass die anabole Wirkung von Clenbuterol vor allem bei trainierter Muskulatur zum Tragen kommt.
Eine weitere Beobachtung aus Tierversuchen ist die Induktion einer Hypertrophie der Herzmuskulatur. In den meisten Fällen führt diese Veränderung zu einer kurzfristigen Leistungssteigerung des Herzens. Da diese Tierversuche während wenigen Wochen durchgeführt wurden, lassen sich keine Schlussfolgerungen für eine Langzeitwirkung am Herzen ziehen.
Nicht auszuschliessen ist, dass eine Clenbuterol-Langzeitbehandlung beim Menschen zu einer Hypertrophie mit verminderter Leistung und schliesslich zu einer dilatativen Kardiomyopathie führen kann (Mechanismus wie bei langjähriger unbehandelter Hypertonie). So ist in der Literatur bereits ein Fall eines sonst gesunden 26jährigen Body-Builders beschrieben, der nach Clenbuterolbehandlung einen Herzinfarkt bei normalem Koronarangiogramm erlitt.
Beim Menschen wurde die Wirkung von Clenbuterol auf den Muskel nur in einer einzigen Doppelblindstudie geprüft. 20 Männer erhielten nach einer Meniskusoperation während 4 Wochen entweder Clenbuterol oder Placebo. Clenbuterol beschleunigte die Kraftzunahme in den Knieextensoren, der Unterschied gegenüber Placebo war jedoch nicht signifikant.
Die Wirkung von Clenbuterol bei progressiver Muskeldystrophie wurde bisher nie genau untersucht. Ob sich bei Muskeldystrophie mit Clenbuterol etwas erreichen lässt, ist daher unbestimmt.
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