info-pharma -- ACE-Hemmer bei Diabetes und normalem Blutdruck

Frage:

Ein Mann mit Diabetes mellitus bekommt von seinem Hausarzt Lisinopril (Zestril®), ohne dass der Patient eine Hypertonie aufweist. Nach Angaben des Mannes weise er Eiweiss im Urin auf. Warum verschreibt der Hausarzt diesem Patienten einen ACE-Hemmer? Was ist die Bedeutung von Eiweiss im Urin bei Diabetikern?

Antwort:

In klinischen Studien konnte festgestellt werden, dass ACE-Hemmer sowohl bei hypertonen wie auch bei normotensiven Diabetikern das Fortschreiten der diabetischen Nephropathie verzögern.

Eiweiss im Urin, speziell eine Mikroalbuminurie, ist das Frühsymptom einer beginnenden diabetischen Nephropathie. Gerade in diesem Frühstadium, welches reversibel ist, haben ACE-Hemmer einen günstigen Einfluss auf den weiteren Verlauf der diabetischen Nephropathie sowohl bei hypertonen wie auch aber bei normotonen Diabetikern.

Der Hausarzt des Patienten stellte also die Indikation für eine ACE-Hemmer-Therapie nicht auf Grund einer Hypertonie, sondern wegen der im Urin festgestellten beginnenden diabetischen Nephropathie.

 

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