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pharma-kritik, Jahrgang 30
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Redaktionsschluss |
30/17 Erfunden und verschwunden 30 - Jahre Pharma-Misserfolge In den 30 Jahren, seit die erste pharma-kritik-Nummer veröffentlicht wurde, haben sich nicht nur wesentliche therapeutische Verbesserungen ergeben. Es wurden auch zahlreiche Medikamente eingeführt, die nach mehr oder weniger kurzer Zeit wieder zurückgezogen wurden. Der vorliegende Text vermittelt einen Überblick dazu. | 2009-05-26 Printnummer bestellen |
30/16 Retardierte hochwirksame Opioid-Analgetika Retard-Opioide sind vor allem bei der Behandlung von Tumorschmerzen wichtig. Der Vergleich ver-schiedener Präparate lässt keine eindeutigen Vor- und Nachteile bestimmter Mittel erkennen. | 2009-05-14 Printnummer bestellen |
30/16 Abatacept Abatacept gleicht anderen Biologika, die bei rheumatoider Arthritis verwendet werden, ist aber bisher nur sehr wenig mit diesen verglichen worden. | 2009-05-14 Printnummer bestellen |
30/15 Therapie der Multiplen Sklerose Ein akuter MS-Schub wird kurzfristig mit hochdosiertem Methylprednisolon behandelt. Der schubförmige Verlauf einer MS lässt sich zum Teil medikamentös beeinflussen. Dabei stehen rekombinante Interferon-beta-Präparate im Vordergrund. Ob eine möglichst frühe Behandlung immer am besten ist, kann zur Zeit noch nicht klar beurteilt werden. Die Wirksamkeit von Glatirameracetat ist nicht eindeutig nachgewiesen. In besonderen Fällen kann Natalizumab verordnet werden; die verschiedenen Nebenwirkungen dieses Medikamentes müssen jedoch besonders sorgfältig beachtet werden | 2009-05-12 Printnummer bestellen |
30/14 Nebenwirkungen aktuell Angstzustände (Rimonabant)
Aripiprazol
Arrhythmie (Aripiprazol)
Depressivität (Rimonabant)
Diabetische Ketoazidose (Aripiprazol)
Extrapyramidale Symptome (Aripiprazol)
Glomerulonephritis (Isotretinoin)
Isotretinoin
Kurzsichtigkeit (Isotretinoin)
Nachtblindheit (Isotretinoin)
Orthostase (Aripiprazol)
Pseudotumor cerebri (Isotretinoin)
Rimonabant
Sehstörungen (Isotretinoin)
Vaskulitis (Isotretinoin)
| 2009-04-29 Printnummer bestellen |
30/13 Rivaroxaban Ein direkter Hemmer von Faktor-Xa, der oral verabreicht werden kann. Dieses Antikoagulans ist bisher zur Thromboembolie-Prophylaxe nach grossen orthopädischen Eingriffen zugelassen. Sein Nutzen/Risiko-Profil ist noch ungenügend definiert. | 2009-04-17 Printnummer bestellen |
30/13 Fesoterodin Wie aus dem schon länger bekannten Tolterodin entsteht aus Fesoterodin der Metabolit 5-Hydroxy-Methyl-Tolterodin, der für die Wirkung bei Reizblase-Beschwerden verantwortlich ist. Beide Medika-mente weisen eine ähnliche, relativ bescheidene Wirksamkeit auf. | 2009-04-17 Printnummer bestellen |
30/12 Eflornithin Ein Ornithindekarboxylasehemmer, der in Form einer Crème bei Gesichtshirsutismus lokal appliziert werden kann. Bei etwa einem Drittel der behandelten Frauen lässt sich ein guter Erfolg erreichen, doch muss die Behandlung ständig weitergeführt werden. Systemisch verabreichtes Eflornithin ist ein Mittel der ersten Wahl bei der afrikanischen Schlafkrankheit (Trypanosomiasis). | 2009-03-03 Printnummer bestellen |
30/12 Medizinprodukte: EU-konformes Chaos Editorial von Etzel Gysling (ohne Passwort zugänglich)
Die CE-Kennzeichnung gewährleistet, dass ein Medizinprodukt in ganz Europa die Marktzulassung erhält. Aus ärztlicher Sicht besteht selbst im Bereich relativ risikoreicher Produkte – z.B. bei den Implantaten – ein eklatanter Mangel an Transparenz. | 2009-03-03 Printnummer bestellen |
30/11 Metamizol Metamizol, ein seit fast 90 Jahren verfügbares Pyrazolon-Schmerzmittel, ist in seinen positiven und nega-tiven Eigenschaften weit weniger gut dokumentiert als moderne Medikamente. In Anbetracht des ungenü-gend definierten Nutzen/Risiko-Verhältnisses sollte es so zurückhaltend wie möglich verschrieben wer-den. Als «Allround»-Schmerzmittel ist es zweifellos ungeeignet. | 2009-02-12 Printnummer bestellen |
30/11 Ziconotid Ein Derivat eines Nervengiftes kann zur intrathekalen Behandlung von chronischen Schmerzzuständen verwendet werden. Das Medikament ist für die zugelassene Indikation ungenügend dokumentiert und kann vielfältige Nebenwirkungen hervorrufen. | 2009-02-12 Printnummer bestellen |
30/10 Monovalenter Rotavirus-Impfstoff Ein oraler Impfstoff, der einem abgeschwächten humanen Rotavirus-Stamm mit den Oberflächen-Eigenschaften G1P[8] entspricht, kann Rotavirus-Infekten vorbeugen. In der Schweiz stellen diese Infek-te allerdings kein bedrohliches Problem dar. | 2008-12-18 Printnummer bestellen |
30/10 Vildagliptin Mit Vildagliptin steht – neben Sitagliptin – ein weiterer sogen. DPP-4-Hemmer zur Verfügung. Das Me-dikament senkt das HbA1c weniger stark als Metformin. Daten zu klinisch relevanten Endpunkten liegen noch keine vor. | 2008-12-18 Printnummer bestellen |
30/0809 Kortikosteroide zur lokalen Anwendung auf der Haut Die Bedeutung lokal applizierter Kortikosteroid-Präparate bei Hautkrankheiten ist unbestritten. Dabei gilt es aber, möglichst risikoarme Anwendungsstrategien einzusetzen und wichtige Kontraindikationen zu beachten. Die differenzierte Verordnung verschieden stark wirkender Präparate ermöglicht heute eine weitgehend individualisierte Therapie. | 2008-12-17 Printnummer bestellen |
30/07 Thalidomid Thalidomid, das vor fast 50 Jahren wegen seiner Teratogenität in Verruf geraten ist, erlebt einen neuen Aufschwung. Beim multiplen Myelom gehört Thalidomid mittlerweile zu den Standardmedikamenten. Auch bei anderen Erkrankungen verspricht es in gewissen Fällen einen Nutzen, der allerdings dadurch relativiert wird, dass eine längerfristige Behandlung wegen Nebenwirkungen oft nicht möglich ist. | 2008-09-29 Printnummer bestellen |
30/06 Amalgamplomben Ein Zusammenhang zwischen Amalgam-Zahnfüllungen ist schwierig eindeutig nachzuweisen oder zweifelsfrei zu widerlegen
| 2008-09-23 Printnummer bestellen |
30/06 Fieber bei Kindern
| 2008-09-23 Printnummer bestellen |
30/06 Wochenbettdepression
| 2008-09-23 Printnummer bestellen |
30/05 Betablocker bei Hypertonie Der Nutzen der Betablocker in der Behandlung der Hypertonie ist in Bezug auf klinisch relevante Ereignisse nicht gut dokumentiert. Diese Medikamente gelten heute insbesondere bei älteren Leuten nicht mehr als Mittel der ersten Wahl. Sie können jedoch im Einzelfall weiterhin indiziert sein und sollen nicht unbedacht abgesetzt werden. | 2008-09-02 Printnummer bestellen |
30/04 Nebenwirkungen aktuell Alendronat, Brustkrebs (Östrogene), Femurfrakturen (Alendronat), Gallensteine (Östrogene), Gestagene, Kieferknochennekrosen (Alendronat), Knochenschmerzen (Alendronat), Leberversagen (Moxifloxacin), Mammakarzinom (Östrogene), Moxifloxacin, Muskelschmerzen (Alendronat)
Östrogene, Ovarialkarzinom (Östrogene), Schlaganfälle (Östrogene), Synovitis (Alendronat),
Thromboembolien (Östrogene), Toxische epidermale Nekrolyse (Moxifloxacin), Vorhofflimmern (Alendronat)
| 2008-08-12 Printnummer bestellen |
30/03 Kolorektalkarzinom Mit einem Screening lässt sich die Mortalität des Kolorektalkarzinoms senken. Nach einem kurativ operierten Kolorektalkarzinom ist oft eine adjuvante Chemotherapie empfohlen, die in den letzten Jahren durch neue Zytostatika erweitert wurde. Auch bei Metastasen lässt sich die mediane Überlebenszeit mit neuen Substanzen weiter ausdehnen. | 2008-08-10 Printnummer bestellen |
30/02 Arzneimittelinteraktionen: eine aktuelle Auswahl Erneut sind viele neue Arzneimittelinteraktionen bekannt geworden. In dieser Nummer sind Berichte zu einigen praktisch wichtigen Interaktionen zusammengestellt.
| 2008-07-11 Printnummer bestellen |
30/02 Arzneimittelinteraktionen: Suche im Internet Im Internet findet sich zwar kein Gratisangebot, das sich spezifisch auf die in der Schweiz erhältlichen Medikamente bezieht. Die vorhandenen internationalen Angebote sind jedoch in vielen Fällen brauchbar.
| 2008-07-11 Printnummer bestellen |
30/01 Impfstoff gegen Herpes zoster Mit einem Impfstoff, der einen gegenüber dem Varizellen-Impfstoff wesentlich höheren Gehalt an «plaquebildenden Einheiten» hat, können Personen über 60 erfolgreich gegen Herpes zoster geimpft wer-den. Auch die postherpetische Neuralgie tritt bei Geimpften seltener auf. Es müssen aber über 360 Personen geimpft werden, um einen Fall einer Neuralgie zu verhindern. | 2008-06-28 Printnummer bestellen |
30/01 Lieschgras-Allergene Ein Extrakt aus Wiesenlieschgras kann bei Personen, bei denen eine entsprechende Allergie feststellbar ist, zur sublingualen Immuntherapie verwendet werden. Eine Wirksamkeit bei Heuschnupfen ist nachgewiesen. Es handelt sich um eine teure Behandlung, zu der noch verschiedene ungelöste Fragen existieren. | 2008-06-28 Printnummer bestellen |