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| pharma-kritik |
| Titel |
Neuere Antiepileptika |
| Autor |
U.P. Masche, N.
Urscheler |
| pharma-kritik Jahrgang
25, Nummer 6 |
Redaktionsschluss:
11. Juli 2003 |
| Epilepsien
betreffen ungefähr 1% der Bevölkerung und gehören
zu den häufigsten neurologischen Krankheiten. Nach dem
klinischen Bild erfolgt die Klassifizierung in fokale und
generalisierte Epilepsien. Bei fokalen Epilepsien
sind primär nur Teile einer Hemisphäre betroffen;
sie werden unterteilt in einfach- fokale (ohne Bewusstseinsstörung),
komplex-fokale (mit Bewusstseinsstörung) und solche,
aus denen sich sekundär generalisierte Anfälle entwickeln.
Primär generalisierte Epilepsien gehen von beiden
Hemisphären aus und zeigen bilaterale Symptome. Viele
Menschen mit einer Epilepsie haben verschiedene Anfallstypen,
und kein Anfallstyp ist spezifisch für eine Epilepsieform.
Zur Diagnose einer Epilepsie werden mindestens zwei gesicherte,
unprovozierte Anfälle im Abstand von mindestens 24 Stunden
gefordert.
Knapp drei Viertel der Epilepsiekranken können mit einer
Monotherapie behandelt werden. Die übrigen –
meistens handelt es sich um Personen mit fokalen Anfällen
– werden trotz lege artis durchgeführter Monotherapie
nicht anfallsfrei (therapierefraktäre Epilepsie); bei
ihnen sollte man nach Überprüfung der Compliance
das Medikament wechseln oder zusätzliche Antiepileptika
einsetzen («Add-on»-Therapie). In den letzten
zehn Jahren sind mehrere neue Antiepileptika eingeführt
worden, die vor allem bei fokalen Anfällen (ohne oder
mit sekundärer Generalisierung) in Kombination mit herkömmlichen
Antiepileptika untersucht worden sind. 30 bis 50% der therapierefraktären
Fälle sprechen auf eine solche Kombination an (definiert
als mindestens 50%ige Abnahme der Anfallsfrequenz), 5 bis
15% werden sogar anfallsfrei.
Bei vielen Antiepileptika ist der Wirkmechanismus
nicht exakt geklärt. Folgende Faktoren können eine
antiepileptische Wirkung vermitteln und sind bei den verschiedenen
Mitteln in unterschiedlichem Mass beteiligt: (1)
Verstärkung der Aktivität des hemmenden Neurotransmitters
Gamma-Aminobuttersäure (GABA); (2)
Abschwächung der Wirkung des exzitatorischen Neurotransmitters
Glutamat; (3) Blockade von spannungsabhängigen
Natrium- oder von Kalziumkanälen.
Unerwünschte Wirkungen, die bei allen Antiepileptika
vorkommen, sind vor allem zentralnervöse Probleme
wie Sedation, Schwindel, Ataxie, Kopfschmerzen, Sehstörungen
(Doppelbilder u.a.) und Tremor sowie gastrointestinale
Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Stuhlunregelmässigkeiten.
Bei mehreren Mitteln sind auch Verwirrtheit, Irritabilität,
Aggressionen, Depressionen und Psychosen beobachtet worden.
Fast alle neueren Antiepileptika sind auch bei Kindern
geprüft worden. Zur Anwendung während der Schwangerschaft
gibt es noch keine verlässlichen Daten. Zum Teil wurden
im Tierversuch teratogene Effekte beobachtet. Es gelten daher
dieselben Grundsätze wie bei herkömmlichen Antiepileptika.
Beim Stillen ist mit den neueren Antiepileptika ebenfalls
Vorsicht geboten, umso mehr als sie mehrheitlich keine starke
Plasmaeiweissbindung haben und leicht in die Muttermilch gelangen.
Bei neueren Antiepiletika liegt keine eindeutige Beziehung
zwischen Wirkung und Plasmakonzentrationen vor, so dass
keine routinemässigen Plasmaspiegel-Messungen empfohlen
werden.
Im Folgenden werden die neueren Antiepileptika in ihren
spezifischen Eigenschaften einzeln beschrieben. In
Tabelle 1 finden sich zusätzliche Angaben zur Pharmakokinetik.
Tabelle 2 vermittelt Angaben zur Dosierung und zu den
Preisen. Über die zu erwartenden pharmakokinetischen
Interaktionen, wenn neuere Antiepileptika mit den wichtigsten
herkömmlichen Mitteln kombiniert werden, informiert
Tabelle 3. Vier Substanzen sind in dieser Zeitschrift
schon einmal vorgestellt worden: Gabapentin (Neurontin®),
Lamotrigin (Lamictal®) und Vigabatrin (Sabril®)(1)
sowie Oxcarbazepin (Trileptal®).(2)
Auf mögliche Indikationen neben der Epilepsiebehandlung
– zum Beispiel Therapie von Schmerzen oder bipolaren
Affektstörungen – wird nicht eingegangen.
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Felbamat
Felbamat (Taloxa®) ist sowohl bei der Kombinations-
als auch bei der Monotherapie von fokalen Epilepsien
wirksamer als Placebo.(3) Aussagekräftige
Vergleiche mit anderen Antiepileptika liegen nicht vor.
Felbamat wird zur einen Hälfte in der Leber metabolisiert,
wobei zum Teil das Zytochrom-P450-System (CYP3A4 und CYP2E1)
beteiligt ist; die andere Hälfte wird unverändert
renal ausgeschieden. Felbamat ist ein Induktor von
CYP3A4 sowie ein Hemmer von CYP2C19 und der ß-Oxidation.(4)
Felbamat kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen;
am gefürchtetsten sind aplastische Anämie
und Leberversagen.(5) Deswegen
wird die Indikationsstellung für Felbamat sehr streng
gehandhabt. In der Schweiz ist das Mittel lediglich noch bei
therapierefraktärem Lennox-Gastaut-Syndrom, einer seltenen
Epilepsieform des Kindesalters, zugelassen.
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Gabapentin
Gabapentin (Neurontin®) eignet sich zur Behandlung von
fokalen Epilepsien. In einer Metaanalyse ergab sich für
Gabapentin bei der Kombinationstherapie eine dosisabhängige
Ansprechrate von 14,4 bis 28,5%; mit Placebo waren es 9,9%.6
Bei der Monotherapie zeigte sich Gabapentin als gleich
wirksam wie Lamotrigin(7) und etwas weniger
wirksam als Carbamazepin.(8)
Weil die Resorption im Dünndarm über einen sättigbaren
Aminosäuretransporter stattfindet, nimmt die biologische
Verfügbarkeit mit steigender Dosis ab. Gabapentin wird
unverändert renal eliminiert und hat keinen Einfluss
auf Leberenzyme. Ausser mit Antazida, welche die Resorption
von Gabapentin leicht vermindern, sind keine Interaktionen
bekannt. Als Nebenwirkungen sind Ödeme und Gewichtszunahme
zu nennen; auch
Hautausschläge sind beschrieben, jedoch nicht wie bei
anderen Antiepileptika in Form lebensbedohlicher Reaktionen.(5)
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Lamotrigin
Lamotrigin (Lamictal®) zeichnet sich durch ein breites
antiepileptisches Spektrum aus. Die Wirkung von Lamotrigin
bei der Kombinationstherapie von fokalen Epilepsien
ist in mehreren placebokontrollierten Doppelblindstudien dokumentiert
worden.(9) Auch die Monotherapie
mit Lamotrigin wurde untersucht:
dabei zeigte sich das Mittel als ebenso wirksam wie Carbamazepin
(Tegretol® u.a.).(10,11)
Lamotrigin wird in der Leber zu 90% an Glukuronsäure
gekoppelt. Es ist ein schwacher Induktor der UDP-Glukuronosyltransferase,
was eine leichte Induktion des eigenen Metabolismus bedeuten
kann. Wichtig ist, dass der Abbau von Lamotrigin durch Valproinsäure
(Convulex® u.a.) gehemmt wird und die Lamotrigin-Dosis
in dieser Kombination halbiert werden sollte.(4)
Lamotrigin verursacht häufig einen makulo-papulösen
oder erythematösen Hautausschlag. In seltenen
Fällen kann sich eine schwere Hautreaktion wie Stevens-Johnson-Syndrom,
toxische epidermale Nekrolyse oder Angioödem entwickeln.
Auch andere Formen von Überempfindlichkeitsreaktionen,
verbunden mit Fieber, Lymphknotenvergrösserung, Leberschäden
oder Multiorganversagen, sind vorgekommen. Das Risiko ist
dosisabhängig und deshalb erhöht bei zu rascher
Dosissteigerung, bei einer Zweiertherapie von Lamotrigin mit
Valproinsäure und bei Kindern. Lamotrigin bindet sich
an melaninhaltiges Gewebe wie zum Beispiel
die Iris; inwieweit dies bei einer längerfristigen Behandlung
Bedeutung hat, ist noch nicht klar.(5)
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Levetiracetam
Levetiracetam (Keppra®) wird bislang zur Kombinationstherapie
von fokalen Epilepsien verwendet. Die Ansprechrate liegt dabei
15 bis 30% höher als bei Placebo;(12)
die Monotherapie ist noch kaum untersucht. Levetiracetam
ist das einzige der neueren Antiepileptika, das mangels Daten
bei Kindern nicht verwendet werden soll.
Levetiracetam wird zu zwei Dritteln unverändert renal
ausgeschieden. Der Rest wird – in verschiedenen Geweben
– durch Esterasen hydrolysiert. Auf das Zytochrom-P450-System
oder andere Leberenzyme hat es keinen Einfluss, so dass keine
pharmakokinetischen Interaktionen zu erwarten sind.Spezifische
Nebenwirkungen, die beobachtet wurden, waren Verhaltensänderungen
wie Irritabilität, Agitiertheit, Apathie, Angst und Depression
sowie eine Abnahme der Erythrozyten-, Leukozyten- und Thrombozytenzahl.(13,14)
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Oxcarbazepin
Oxcarbazepin (Trileptal®), ein Keto-Derivat von Carbamazepin,
kann in der Kombinations- und in der Monotherapie
bei fokalen und generalisierten Anfällen eingesetzt werden.
Die Wirksamkeit ist ähnlich wie die von Carbamazepin,
Phenytoin (Epanutin® u.a.) oder Valproinsäure.(15)
Oxcarbazepin wird in der Leber zum Monohydroxy-Derivat reduziert.
Dieser aktive Metabolit, der grossenteils glukuronidiert wird,
hat eine längere Halbwertszeit als Oxcarbazepin und ist
für die antiepileptische Wirkung verantwortlich. Oxcarbazepin
hemmt CYP2C19 und induziert schwach CYP3A4/5;
insgesamt hat Oxcarbazepin aber einen geringeren Einfluss
auf das Zytochrom-P450-System als Carbamazepin, und es tritt
auch keine Autoinduktion auf.
Hinsichtlich Nebenwirkungsprofil lässt sich Oxcarbazepin
mit Carbamazepin vergleichen. Einige unerwünschte Wirkungen
treten unter Oxcarbazepin vermutlich seltener auf als bei
Carbamazepin, andere wie zum Beispiel die Hyponatriämie
dagegen häufiger. Wie Carbamazepin kann Oxcarbazepin
zu Hautausschlägen und anderen Überempfindlichkeitsreaktionen
führen, wobei in bis 30% der Fälle mit einer Kreuzreaktion
zu rechnen ist.
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Tiagabin
Tiagabin (Gabitril®) hemmt die Wiederaufnahme von GABA.
Es wird bei der Kombinationstherapie von fokalen
Epilepsien verwendet, wo man im Vergleich zu Placebo mit einer
um 15 bis 20% höheren Ansprechrate rechnen kann.(16)
Die Monotherapie ist noch kaum geprüft.
Tiagabin wird in der Leber via CYP3A4 abgebaut. Neben den
gängigen Antiepileptika-Nebenwirkungen wurden unter Tiagabin
Verwirrtheit, Depressionen und Bauchschmerzen beobachtet.
Dazu sind mehrere Fälle von nicht-konvulsivem Status
epilepticus bekannt. Die Verträglichkeit von Tiagabin
wird verbessert, wenn es zusammen mit dem Essen eingenommen
wird, so dass hohe Spitzenkonzentrationen vermieden werden.(17)
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Topiramat
Topiramat (Topamax®) hat eine ähnliche chemische
Struktur wie Fruktose. In der Kombinationstherapie
bei fokalen Epilepsien ist die Ansprechrate mit Topiramat
gemäss einer Metaanalyse signifikant höher als mit
Placebo (OR = 3,3) (18); dasselbe zeigte
sich in einem Vergleich zwischen Topiramat und Placebo bei
primär generalisierten, tonisch-klonischen Anfällen.(19)
Bei der Monotherapie scheint Topiramat ebenso wirksam
zu sein wie Carbamazepin oder Valproinsäure.(20)
Topiramat wird zu ungefähr 20% in der Leber metabolisiert,
wobei die beteiligten Enzyme noch nicht genau identifiziert
sind; der Rest wird unverändert renal eliminiert. Wird
Topiramat mit anderen, enzyminduzierenden Antiepileptika verabreicht,
erhöht sich der metabolisierte Anteil auf 50%, was mit
einer Verkürzung der Halbwertszeit verbunden ist. Topiramat
induziert die ß-Oxidation und hemmt
CYP2C19.(4) Es senkt die Plasmaspiegel
von Ethinylestradiol, wobei der Mechanismus nicht bekannt
ist.
Unter Topiramat wurden Gewichtsverlust, Parästhesien,
Hyperthermie, Leberschäden und Nephrolithiasis beobachtet.
Selten kann sich eine akute Myopie mit einem sekundären
Engwinkelglaukom entwickeln; vor allem bei Kindern ist zudem
vermindertes Schwitzen und Hyperthermie beobachtet worden.
Die Nierensteinbildung hängt wahrscheinlich damit zusammen,
dass Topiramat das Enzym Karboanhydrase schwach hemmt. Die
Kombination mit Karboanhydrasehemmern wie Acetazolamid (Diamox®
u.a.) sollte deshalb vermieden werden.
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Vigabatrin
Vigabatrin (Sabril®) hemmt die GABA-Transaminase, die
den Abbau von GABA katalysiert. Bei der Kombinationstherapie
lag die Ansprechrate zwischen 24 und 67%, mit einem signifikanten
Unterschied gegenüber Placebo.(21)
Bei der Monotherapie erwies sich Vigabatrin, in einer
grossen Doppelblindstudie bei Personen mit fokaler Epilepsie
geprüft, als weniger wirksam als Carbamazepin.(22)
Vigabatrin wird unverändert über die Nieren ausgeschieden
und scheint nicht mit hepatischen Enzymen zu interferieren.
Die biologische Halbwertszeit von Vigabatrin ist wesentlich
länger als die pharmakokinetische, da die GABA-Transaminase
irreversibel gehemmt wird und es mehrere Tage dauert, bis
sie ihre volle Aktivität zurückgewonnen hat.
Die wichtigste Nebenwirkung von Vigabatrin sind Gesichtsfelddefekte,
die oft asymptomatisch bleiben und etwa 30% der Behandelten
betreffen; es ist nicht klar, inwieweit sie reversibel sind.
Zur Therapie mit Vigabatrin gehören deshalb regelmässige
augenärztliche Kontrollen. Wegen der ophthalmologischen
Nebenwirkungen gilt Vigabatrin – abgesehen von gewissen
kindlichen Epilepsieformen – lediglich als Mittel der
ferneren Wahl.
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Schlussfolgerungen
Die neueren Antiepileptika sind mehrheitlich im Rahmen einer
«Add-on»-Therapie bei fokaler Epilepsie untersucht
worden, womit ihr primäres Einsatzgebiet definiert ist.
Zum Teil können sie auch als Monotherapie oder bei primär
generalisierten Epilepsien verschrieben werden. Obwohl die
neueren Antiepileptika gewisse Verträglichkeitsvorteile
versprechen, stellen sie bei der Epilepsiebehandlung keinen
Durchbruch dar. Nach wie vor können herkömmliche
Antiepileptika wie Carbamazepin und Valproinsäure, mit
denen man lange Erfahrungen besitzt und die vergleichsweise
preisgünstig sind, als Medikamente der ersten Wahl eingesetzt
werden. Wenn unter diesen Mitteln weiterhin Anfälle oder
schwere Nebenwirkungen auftreten, ist an eines der neueren
Antiepileptika zu denken. Primär ein neueres Antiepileptikum
zu geben kann in einer individuellen Situation begründet
sein, zum Beispiel wenn man spezifischen Nebenwirkungs- oder
Interaktionsrisiken ausweichen will.
Zwar haben kaum direkte Vergleiche stattgefunden, doch dürfte
die Wirksamkeit der neueren Antiepileptika im Allgemeinen
ähnlich einzustufen sein. Trotzdem gibt es Unterschiede:
Lamotrigin verursacht relativ wenig kognitive Störungen
und Sedation; es ist deshalb eine etablierte Alternativsubstanz.
Gabapentin und Levetiracetam haben den Vorteil, dass keine
Interaktionen mit anderen Antiepileptika befürchtet werden
müssen; beide werden auch als gut verträgliche Substanzen
geschätzt. Bei Felbamat und Vigabatrin sind die möglichen
Nebenwirkungen so gravierend, dass sie nur als Reservemittel
dienen.
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Tabellen
| Tabelle
1: Neuere Antiepileptika: pharmakokinetische Daten |
|
Medikament
|
Plasmaspitzenspiegel
nach
|
Bioverfügbarkeit
|
Elimination
|
Plasmahalbwertszeit
|
|
Felbamat
|
1 - 4 h
|
90%
|
hepatisch
und renal
|
16 - 23 h
|
|
Gabapentin
|
2 - 3 h
|
+/- 60%
|
renal
|
5 - 7 h
|
|
Lamotrigin
|
1 - 3 h
|
98%
|
hepatisch
|
25 h
|
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Levetiracetam
|
1 h
|
100%
|
mehrheitlich renal
|
7 - 8 h
|
|
Oxcarbazepin
|
4 - 6 h*
|
95%
|
hepatisch
|
9 h*
|
|
Tiagabin
|
1 h
|
90%
|
renal
|
7 - 9 h
|
|
Topiramat
|
2 - 4 h
|
80%
|
mehrheitlich
renal
|
19 - 23 h
|
|
Vigabatrin
|
1 - 3 h
|
90%
|
renal
|
5 - 7 h
|
| * Aktiver Metabolit |
| Tabelle
2: Neuere Antiepileptika: Dosierung, Preis |
|
Medikament
|
Anfangsdosis (Erwachsene),
Einnahmefrequenz
|
Erhaltungsdosis (Erwachsene),
Einnahmefrequenz
|
Preis pro Monat in
CHF
(Erhaltungsdosis)
|
|
Felbamat
|
600 bis 1200 mg/Tag,
2- oder 3mal
|
2400 bis 3600 mg/Tag,
3- oder 4mal
|
438.80 bis 658.20
|
|
Gabapentin
|
300 mg/Tag,
1- bis 3mal
|
900 bis 2400 mg/Tag,
3mal
|
108.35 bis 231.55
|
|
Lamotrigin
|
25 bis 50 mg/Tag,
1mal
|
100 bis 400 mg/Tag,
1- oder 2mal
|
84.35 bis 309.55
|
|
Levetiracetam
|
1000 mg/Tag,
2mal
|
3000 mg/Tag,
2mal
|
139.90 bis 400.40
|
|
Oxcarbazepin
|
300 bis 600 mg/Tag,
2mal
|
900 bis 2400 mg/Tag,
2mal
|
78.65 bis 192.35
|
|
Tiagabin
|
7,5 bis 15 mg/Tag,
3mal
|
15 bis 30 mg/Tag,
3mal
|
102.25 bis 204.50
|
|
Topiramat
|
25 bis 50 mg/Tag,
1mal
|
200 bis 400 mg/Tag,
2mal
|
319.85 bis 639.70
|
|
Vigabatrin
|
1000 mg/Tag,
1- oder 2mal
|
2000 bis 3000 mg/Tag,
1- oder 2mal
|
170.10 bis 255.15
|
| * Aktiver Metabolit |
| Tabelle
3: Pharmakokinetische Interaktionen zwischen neueren
und herkömmlichen Antiepileptika |
| |
Carbamazepin
(CBZ)
|
Phenytoin
(PHE)
|
Valproinsäure
(VPA)
|
|
Felbamat (FBM)
|
CBZ 
FBM 
FBM 
CBZ
(Epoxidmetabolit  
)
|
|
|
|
Gabapentin
|
-
|
-
|
-
|
|
Lamotrigin (LTG)
|
|
|
|
|
Levetiracetam
|
-
|
-
|
-
|
|
Oxcarbazepin
(OXC bzw. aktiver
Metabolit)
|
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|
-
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Tiagabin (TGB)
|
|
|
-
|
|
Topiramat (TOP)
|
|
|
-
|
|
Vigabatrin (VIG)
|
-
|
VIG 
PHE 
|
-
|
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Senkrechter Einfachpfeil:
Interaktion beschrieben, Bedeutung aber wahrscheinlich
gering
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Senkrechter Doppelpfeil:
Relevante Interaktion, die eine Dosisanpassung erfordert
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| Literatur
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