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| Einleitung | Chemie/Pharmakologie | Pharmakokinetik | Klinische Studien | Unerwünschte Wirkungen | Dosierung/Verabreichung/Kosten | Kommentar | Literatur | Links |
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| Einleitung |
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| Chemie/Pharmakologie |
Protonenpumpenhemmer reichern sich in der sauren Umgebung der sekretorischen Kanälchen der Magenbelegzellen an. Dort wandeln sie sich in ihre aktive Form um und binden sich an die H+/K+-ATPase. So wird dieses Enzym, das den letzten Schritt der Säurebildung katalysiert, irreversibel gehemmt; die Hemmwirkung hält an, bis das Enzym neu gebildet worden ist.
Die beiden optischen Isomere von Omeprazol sind in vitro als Protonenpumpenhemmer
ähnlich wirksam. Entsprechend bestehen auch gegenüber dem Razemat keine signifikanten
Unterschiede. 1. 2.
Dass sich dagegen in vivo Unterschiede zwischen Esomeprazol und Omeprazol
finden, kann auf Grund der Kinetik erklärt werden (siehe unten). Jedenfalls
ergab sich in einer doppelblinden Crossover-Studie, dass eine Tagesdosis von
20 mg Esomeprazol nach 5 Tagen Behandlung zu einer signifikant stärkeren Säurehemmung
als Omeprazol (20 mg/Tag) führte.
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Lind T et al. Aliment Pharmacol Ther 2000; 14: 861-7
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| Pharmakokinetik |
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| Klinische Studien |
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| Behandlung einer erosiven Ösophagitis |
Die Behandlung einer Ösophagitis mit Esomeprazol wurde in vier grossen Studien dokumentiert, die rund 6700 Patientinnen und Patienten umfassten.
In einer Doppelblindstudie erhielten 1960 Personen mit einer endoskopisch
nachgewiesenen Ösophagitis Esomeprazol (20 oder 40 mg/Tag) oder Omeprazol
(20 mg/Tag). Die höhere Esomeprazol-Dosis führte etwas rascher zum Verschwinden
der Symptome und häufiger zum vollständigen Abheilen als die niedrigere Esomeprazol-Dosis
oder Omeprazol. Nach 8 Wochen waren beispielsweise unter 40 mg Esomeprazol
94%, unter 20 mg 90% und unter Omeprazol 87% vollständig geheilt. 4.
Kahrilas PJ et al. Aliment Pharmacol Ther 2000; 14: 1249-58
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In einer weiteren grossen Studie (n=2425) erwies sich die 40-mg-Tagesdosis
von Esomeprazol ebenfalls als wirksamer als Omeprazol (20 mg/Tag):
Esomeprazol führte nach 8 Wochen bei 94% zu einer endoskopisch dokumentierten
Heilung, die vergleichsweise kleinere Omeprazoldosis nur bei 84%. 5.
Richter JE et al. Am J Gastroenterol 2001; 96: 656-65
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Die anderen zwei Doppelblindstudien bei Personen mit erosiver Ösophagitis
- bis anhin nicht in den Einzelheiten veröffentlicht - konnten dagegen nur
nicht-signifikante Unterschiede zwischen Esomeprazol (20 oder 40 mg/Tag) und
Omeprazol (20 mg/Tag) zeigen. 1.
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| Ösophagitis: Rückfallprophylaxe |
In zwei Publikationen wird über den Erfolg der Rückfallprophylaxe mit Esomeprazol
berichtet. In einer Doppelblindstudie erhielten 318 Personen, deren Ösophagitis
unter Esomeprazol oder Omeprazol abgeheilt war, Esomeprazol (10, 20 oder 40
mg pro Tag) bzw. Placebo. Nach 1, 3 und 6 Monaten wurde eine Endoskopie
durchgeführt. Personen, die Placebo oder täglich nur 10 mg Esomeprazol erhielten,
brachen die Studie in 83% bzw. 44% vorzeitig ab, in erster Linie, da sie wieder
symptomatisch wurden. Bei denjenigen, die täglich 20 oder 40 mg Esomeprazol
einnahmen, blieb die Ösophagitis in 93% geheilt (kumulative Rate). 6.
Johnson DA et al. Am J Gastroenterol 2001; 96: 27-34
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Eine weitere, ähnlich grosse Doppelblindstudie verwendete praktisch dasselbe
Protokoll. Hier blieb jedoch die Heilung unter der Tagesdosis von 40 mg Esomeprazol
etwas besser erhalten (bei 88%) als unter 20 mg/Tag (bei 79%). 7.
Vakil NB et al. Aliment Pharmacol Ther 2001; 15: 927-35
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| Symptomatische Behandlung |
Gemäss mehreren unveröffentlichten Studien ist Esomeprazol (20 oder 40 mg/Tag)
als symptomatische Behandlung der gastro-ösophagealen Refluxkrankheit ohne
endoskopisch nachweisbare Läsionen signifikant wirksamer als Placebo
und ähnlich wirksam wie Omeprazol (20 mg/Tag). Allerdings klagen auch nach
4 Wochen Behandlung noch rund die Hälfte der Betroffenen über Magenbeschwerden. 1.
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In einer Doppelblindstudie wurde nach einer aktiven Therapie mit Esomeprazol
oder Omeprazol offeriert, während 6 Monaten Esomeprazol (20 mg) oder Placebo
nach Bedarf einzunehmen und bei Verschwinden der Beschwerden damit
wieder aufzuhören. Auch in dieser Studie war Esomeprazol signifikant wirksamer
als Placebo. 8.
Talley NJ et al. Aliment Pharmacol Ther 2001; 15: 347-54
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| Eradikation von Helicobacter pylori |
Esomeprazol ist in der Eradikation von Helicobacter pylori ähnlich wirksam wie andere Protonenpumpenhemmer:
448 Personen mit der Anamnese eines Ulcus duodeni und positivem Resultat
eines Helicobactertests wurden für eine Woche mit einer Dreifachkombination
behandelt. Doppelblind wurde Esomeprazol (2mal 20 mg/Tag) oder Omeprazol
(2mal 20 mg/Tag) gegeben. Als Antibiotika wurden Amoxicillin (z.B. Clamoxyl®,
2mal 1 g/Tag) und Clarithromycin (Klacid®, 2mal 500 mg/Tag) verabreicht. Mit
beiden Behandlungsvarianten wurde eine Eradikationsrate von rund 90% erreicht. 9.
Veldhuyzen van Zanten S et al. Aliment Pharmacol Ther 2000;
14: 1605-11
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In einer anderen Doppelblindstudie wurden Helicobacter-positive Personen
mit aktivem Ulcus duodeni behandelt. Die Medikamente und die Dosierungen
waren dieselben wie in der bereits beschriebenen Studie; im Anschluss an die
einwöchige Dreifachbehandlung erhielten die mit Esomeprazol Behandelten jedoch
für 3 Wochen nur noch Placebo, während die Omeprazol-Behandlung noch mit täglich
20 mg weitergeführt wurde. Die Schlussresultate waren für beide Gruppen weitgehend
identisch: die Ulzera waren bei gut 90% der Patientinnen und Patienten geheilt,
die Eradikationsrate betrug zwischen 85 und 90%. 10.
Eine Aussage zur Frage, ob dass
dasselbe Resultat auch mit einer nur einwöchigen Omeprazol-Behandlung
erreicht worden wäre, erlauben diese Daten natürlich nicht.
Tulassay Z et al. Eur J Gastroenterol Hepatol 2001; 13: 1457-65
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Weitere Untersuchungen belegen, dass auch eine einmal-tägliche Verabreichung
von Esomeprazol (40 mg, in Kombination mit Amoxicillin und Clarithromycin)
bei 80 bis 90% der Behandelten zu einer Eradikation von Helicobacter pylori
führt. 11.
Laine L et al. Am J Gastroenterol 2000; 95: 3393-8
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| Vergleich mit anderen Protonenpumpenhemmern |
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| Esomeprazol | pharma-kritik, Jg.23/No.11 |
| 07.04.02 Copyright © 2002 Infomed-Verlags-AG | Infomed Home | pharma-kritik Index |