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Therapie der Akne
T. Kappeler
Manuskript durchgesehen von S. Büchner, J. Kaufmann und J. Schmidli
(pharma-kritik Jahrgang 17, Nr.13)
Diese Nummer wurde am 13. März 1996 redaktionell abgeschlossen.
Das Wichtigste in Kürze
Die Akne ist eine chronische Erkrankung der Talgdrüsenfollikel, besonders im Gesicht sowie am Thorax. Praktisch
alle Jugendlichen sind mehr oder weniger betroffen; Fortschritte der Aknetherapie scheinen jedoch zu einer
Abnahme der schweren Akneformen geführt zu haben. Während sich an der Prävalenz bei den Jugendlichen in den
letzten Jahrzehnten kaum etwas geändert hat, wurde bei den 20- bis 40jährigen Frauen eine Zunahme an Erkrankungen verzeichnet.1
Therapieempfehlungen
Eine möglichst frühzeitige Behandlung der Akne hat zum Ziel, die Narbenbildung zu verhindern und den
psychologischen Stress zu reduzieren. Komedonen und entzündliche Pusteln und kleine Papeln können mit
Benzoylperoxid, Azelainsäure oder lokal applizierten Antibiotika wirksam behandelt werden. Die
Kombination der Antibiotika mit Benzoylperoxid oder einer Lokalbehandlung mit Retinoiden bringt oft
bessere Resultate. Wird unter dieser Therapie keine adäquate Remission der entzündlichen Läsionen erreicht,
sollten zusätzlich orale Antibiotika eingesetzt werden. Bei ausgeprägten Läsionen (grosse Papeln, Knoten und
Zysten) ist orales Isotretinoin Mittel der Wahl. Bei erwachsenen Frauen, die auf lokale Therapien oder
orale Antibiotika nicht ansprechen, müssen endokrine Störungen in Erwägung gezogen werden. Bei
polyzystischem Ovar bietet ein Kontrazeptivum, das Cyproteronacetat enthält, eine gute Behandlungsmöglichkeit.
Bei Frauen, die nicht an Hirsutismus leiden, aber erhöhte DHEAS-Werte aufweisen, kann die
Nebennierenrindenfunktion allenfalls mit niedrig dosierten Kortikosteroiden gedrosselt werden.
Nummer 13 (Therapie der Akne)
Literatur
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Mit Netscape 2.0 erscheinen die Referenzen auch im Rahmen des Fensters, wenn man im Text mit dem Cursor
über die Fussnote fährt.
Reviewer dieser Ausgabe:
Prof. Dr. S. Büchner, Dermatologische Universitätsklinik, Kantonsspital, CH-4031 Basel
Dr. J. Kaufmann, Haldenstr. 11, CH-6006 Luzern
Dr. J. Schmidli, Stockhornstr. 49, CH-3700 Spiez
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