infomed-screen, Fragen zur Juli-Nummer 2003
Zu den folgenden "Fragen" werden jeweils vier "Antworten" angeboten, von denen jede richtig oder falsch sein kann. Die Fragen sollen dazu anregen, bestimmte im Kontext wichtige Sachverhalte noch einmal zu überprüfen. Es ist normal, dass sich diese Fragen nicht "aus dem Stegreif" lösen lassen.
1) In einer Meta-Analyse wurden 32 placebokontrollierte Studien zur Anwendung von Anticholinergika bei hyperaktiver Blase bei insgesamt 6'800 Personen zusammengefasst. Folgende Ausagen treffen für diese Meta-Analyse zu:


richtig falsch
A) Die am besten dokumentierten Anticholinergika bei hyperaktiver Blase sind Oxybutinin (Ditropan®) und Trospium (Spasmo-Urgenin Neo®)
B) Zusammengenommen fand sich ein signifikanter Nutzen von Anticholinergika bezüglich Miktionsfrequenz und Anzahl der Inkontinenzepisoden
C) Mundtrockenheit tritt unter Anticholinergika signifikant häufiger auf als unter Placebo
D) Anticholinergika führen zu einer Verminderung des Restharns
 
2) Im «Lipidsenker-Arm» der ASCOT-Studie wurden Hochdruckkranke ohne koronare Herzkrankheit und einem Gesamt-Cholesterin von höchstens 6,5 mmol/l mit 10 mg Atorvastatin (Sortis®) oder Placebo behandelt. Folgende Aussagen treffen für diese Studie zu:


richtig falsch
A) Die Untersuchten wiesen ausser der arteriellen Hypertonie mindestens drei weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren auf
B) In der Kontrollgruppe betrug das Risiko für den primären Endpunkt Tod an koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkt nach 3,3 Jahren 15%
C) Die absolute Risikoreduktion (ARR) durch die Behandlung für den primären Endpunkt Tod an koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkt betrug rund 5% (NNT 20)
D) In der relativ grossen Untergruppe von Diabeteskranken ergab sich keine signifikante Wirkung bezüglich des primären Endpunktes
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