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«Websuche» im eigenen Computer

Im eigenen Computer lagern ja oft Datenschätze (Briefe, Fotos, Dokumente, Dateien aller Art), die uns mindestens so nützlich sein können wie Daten aus dem Internet. Dass die mit dem Windows-Betriebssystem mitgelieferte Suchmöglichkeit nicht gerade rasch und praktisch ist, weiss man schon lange. Vor einigen Jahren stand mit «AltaVista Discovery » eine Software zur Verfügung, die eine komfortable Suche im eigenen Computer ermöglichte. Leider wurde dieses Programm nicht weiter gepflegt und ist verschwunden. In der Folge war es jahrelang recht schwierig, ein gutes Programm für die sogenannte Desktop-Suche zu finden. Eine Zeitlang schien es, Enfish (www.enfish.com) wäre die Lösung, dann kam X1 auf (www.x1.com), das aber primär auch nicht befriedigte.

Jetzt gibt es seit rund einem Jahr plötzlich eine ganze Menge von Desktop-Suchprogrammen. Jedes davon hat bestimmte Vor- und Nachteile. Es empfiehlt sich deshalb, die verschiedenen Angebote genau anzusehen, damit man dann tatsächlich ideal davon profitiert. Dass es nämlich sehr komfortabel sein kann, den eigenen Computer in Sekundenschnelle zu durchsuchen, ist kein Zweifel. Alle diese Programme erstellen einen Index, wonach nach dem Inhalt der wichtigsten Dateitypen gesucht werden kann. Auch E-Mail kann so durchsucht werden; man muss jedoch darauf achten, ob die Software auch den Mailclient unterstützt, den man selbst verwendet (z.B. Outlook Express, Thunderbird, Eudora).

Nach Ansicht vieler Fachleute ist zur Zeit die von X1 übernommene Desktop-Suche von Yahoo! (http://desktop.yahoo.com) die Software, welche die meisten Anforderungen am besten erfüllt. Google-Fans werden wohl das entsprechende Google-Angebot (http://desktop.google.com) bevorzugen, ebenfalls eine höchst effiziente lokale Suchmaschine. Es gibt aber noch viele andere Programme, die ebenfalls gratis sind. Zu erwähnen sind insbesondere Copernic Desktop Search (http://www.copernic.com) und die MSN Toolbar Suite (http://beta.toolbar.msn.com/). Aber auch das Schweizer Produkt Svizzer (http://www.svizzer.com/) kann als Option genannt werden.

Eine einigermassen aktuelle vergleichende Übersicht zu den verschiedenen Angeboten findet sich bei der Goebelgroup (http://www.goebelgroup.com/desktopmatrix.htm).

Für Mac-Benutzer sieht die Situation etwas anders aus. Eine Macintosh-Version von «Google Desktop Search» wurde zwar letztes Jahr angekündigt, existiert aber offenbar noch nicht. Die bisherige Suchfunktion von Mac OS X war vergleichsweise langsam, musste häufig vor einer Suche zuerst den Index aktualisieren und hat (nach eigenen Erfahrungen) unzuverlässige Resultate beim Durchsuchen von PDFDateien geliefert. Mit der neuesten Version von Mac OS X (10.4 oder «Tiger») steht nun aber ein schnelleres und zuverlässigeres Instrument, genannt «Spotlight», zur Verfügung. «Spotlight» gibt eine Auswahl an Standard- Suchmöglichkeiten, die jederzeit aufgerufen werden können. Individueller einstellbar sind die Suchmöglichkeiten allerdings, wenn die Suchfunktion vom «Finder» aus aufgerufen wird.

Etzel Gysling und Peter Ritzmann

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