| Internet im Ausland
Sie haben zu Hause einen bequemen Breitband-Internetanschluss.
Nun sind Sie in die Ferien verreist und vermissen plötzlich
den problemlosen Zugang zur elektronischen Post und zum World
Wide Web. Noch vor der Frage nach dem nächsten Internet-Café
sollten Sie sich vielleicht die Frage stellen: muss es sein?
Was die Mails anbelangt, ist es ja heute kein Problem, mit
einer kurzen Abwesenheitsmeldung allen, die es wissen müssen,
das Datum der Rückkehr zur «Normalität»
mitzuteilen. Und um auf dem Laufenden zu sein, was auf der
weiten Welt geschieht, stehen ja die verschiedensten Medien
zu Verfügung.
Dennoch: das Internet gehört heute so gut wie Telefon,
Radio und Fernsehen zu unserer Welt und Sofort-Kommunikation
um den ganzen Erdball entspricht einer Selbstverständlichkeit
(über die ich mich immer noch wundere). Zudem kann man
ja heute alles, was man im durchschnittlichen Alltag so benötigt
(Programme, Browser, Adressen), auf einem USB-Stick mit sich
nehmen.
Was aber, wenn man kein Internet-Café in der Nähe
hat oder lieber den Laptop verwendet, den man ja nicht vergebens
mitgeschleppt haben will? (A propos Schleppen: es gibt gute
Laptops, die nur wenig schwerer sind als 1 kg, aber diese
sind in der Regel teuer und veralten ebenso rasch wie die
schwereren.)
Noch vor wenigen Jahren war es an fremden Orten gar nicht
so einfach, Zugang zum Internet zu finden. Heute ist das kein
Problem mehr: es gibt weltweit Tausende und Abertausende von
Internet-Zugangspunkten, die allgemein zur Verfügung
stehen. Die Firma, die ein Quasimonopol für dieses Angebot
besitzt, heisst iPass (www.ipass.com).
Auch die grossen Schweizer Provider haben sich mit iPass zusammen
getan, so dass man auch für die Internetverwendung im
Ausland Rechnung vom eigenen Provider bekommt. Obligatorisch
ist es jedoch keineswegs, dies via Schweizer Provider abzuwickeln.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, iPass unabhängig
vom eigenen Provider zu verwenden, z.B. via Mail2Web (Adresse:
http://services.mail2web.com/Travelers/ InternetAccess/).
Hier kann man für $10 (oder für mehr) recht viel
«Internetzeit» kaufen; man lädt die nötige
Software auf den Laptop, sucht noch die (in den Ferien) nächste
Einwahlnummer oder den geeignetsten «HotSpot»
heraus und schon ist alles bereit, um auch in den Ferien dem
Internetlaster frönen zu können.
Nicht vergessen darf man, dass die Elektro- und Telefonstecker
in den meisten Ländern anders aussehen als in der Schweiz.
Für den elektrischen Anschluss gibt es zu vernünftigen
Preisen universelle Adapter. Schwieriger ist manchmal der
Modemanschluss. Am einfachsten beschafft man sich ein entsprechendes
Kabel in dem Land, wo man Ferien macht. Ist der Laptop WLAN-fähig,
sind «HotSpots» eventuell die einfachere Einwahloption.
Dies gilt beispielsweise für viele nordamerikanische
Hotels. Funktioniert die Internetverbindung einmal, so steht
natürlich auch dem billigen Telefonieren via Internet
(mit Skype) nichts mehr im Wege.
Etzel Gysling
|