| Informationsverwaltung
Wie finde ich wieder, was ich einmal aus dem Internet in meinen Computer geholt
habe? Die Flut der Information, der wir ausgesetzt sind, wird
ja immer reichlicher. Anderseits eignet sich der Computer
recht gut dazu, Informationen verschiedenster Art aufzubewahren.
Wichtig ist aber, dass diese Elemente möglichst mühelos
wieder aufgestöbert werden können.
Zusatzprogramme zu den Browsern erlauben uns, Webseiten vollständig
und in geordneter Weise auf den eigenen Computer zu übernehmen.
Dabei kann es sich auch um dynamisch generierte Seiten (z.B.
Abstracts aus medizinischen Datenbanken) oder um «ephemere»
Seiten wie die aktuelle Homepage einer Tageszeitung handeln.
Mit diesen Programmen kann ich Webseiten im Handumdrehen z.B.
nach Themen oder chronologisch geordnet (oder auch überhaupt
nicht geordnet) ablegen und später problemlos wieder
finden. Mit dem Firefox verwende ich die kostenlose Erweiterung
ScrapBook (https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/427).
Für den Internet Explorer von Microsoft gibt es, ebenfalls
kostenlos, Onfolio. Um Onfolio anwenden zu können, muss
man jedoch die «Microsoft Live Toolbar» installiert
haben (siehe: http://get.live.com/toolbar/overview);
anschliessend findet man Onfolio an folgender Adresse:
http://gallery.live.com/results.aspx?bt=2&q=onfolio
Eine für den Internet Explorer geeignete Alternative,
die allerdings $20 kostet, heisst SurfSaver, ein gutes, schon
seit Jahren existierendes Programm (http://www.surfsaver.com/).
Im Vergleich mit Onfolio ist Surfsaver einfacher einzurichten
und bietet ähnliche Verwaltungsmöglichkeiten.
Wer nur gerade Webadressen, kurze «Schnipsel»
aus Webseiten oder bibliographische Referenzen aufbewahren
möchte, dem stehen eine ganze Reihe von kostenlosen Programmen
zur Verfügung. Praktisch, weil von jedem beliebigen Computer
aus zugänglich, ist das Google Notebook (www.google.com/notebook).
Dieses Programm kann sehr verschieden verwendet werden, z.B.
auch als einfaches Notizheft, in dem man selbstverständlich
auch Einträge machen kann, die nichts mit dem Internet
zu haben. Praktisch ist auch, dass sich ein ganzes Notizheft
in ein Google-Textdokument exportieren lässt. Mit dem
Schweizer Citavi (www.citavi.com)
können pro Projekt bis zu 100 Referenzen gratis verwaltet
werden; für grössere Projekte muss das Programm
gekauft werden. Zotero ist eine nützliche Gratiserweiterung
für den Firefox zur Verwaltung von Referenzen, die ebenfalls
sehr benutzerfreundlich ist (www.zotero.org).
Ein weiteres Programm, mit dem (wie mit Google Notebook) Referenzlisten
auch allgemein zugänglich gemacht werden können,
heisst Connotea (www.connotea.org).
Dieses ist speziell für Forschende, Ärztinnen und
Ärzte geeignet; damit ist man in der Lage, ohne Schreibarbeit
eine Referenz «mit einem Klick» zu übernehmen.
Schliesslich gibt es die Möglichkeit, Notizen, Dokumente
und Webseiten einfach irgendwo auf dem eigenen Computer abzulegen
und diesen jeweils mit einem sogenannten «Desktop Search»
zu durchsuchen (siehe: http://www.infomed.org/screen/2005/xj08.html).
Zum Thema «Umgang mit der Informationsflut» habe
ich übrigens eine Präsentation im Internet veröffentlicht
(http://tinyurl.com/2nxfgb).
Etzel Gysling
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