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Mühelos eine eigene Website

Wie schon im letzten Internet Corner kurz erwähnt, ist es heute sehr leicht möglich, ohne alle Spezialkenntnisse eine eigene Website zu kreieren und zu unterhalten. Da man dabei nichts von «hypertext markup language» (HTML) verstehen muss, gelingt es wirklich, in ganz kurzer Zeit durchaus brauchbare Websites mit Text, Bildern, Audio- und Videodokumenten sowie verschiedenen kleinen Zusätzen (z.B. Zeitangabe) zu gestalten. Natürlich lassen sich mit diesen Verfahren die raffinierten Optionen, die erfahrene Webmaster realisieren, nicht erreichen. Anderseits eröffnen die problem- und kostenlosen Angebote unter anderem die Möglichkeit, mit geringem Aufwand «ad hoc» auf Einzelereignisse ausgerichtete Websites (für Fortbildungsveranstaltungen, Familienfeste usw.) zu schaffen.

Es gibt eine ganze Reihe von entsprechenden Adressen mit jeweils etwas unterschiedlichem Angebot. Ich habe davon einige angeschaut und zum Teil ausprobiert; meine Eindrücke waren durchwegs positiv.

Gemäss PikiWiki (www.pikiwiki.com) erhält man an dieser Adresse die Chance, den Browser als eine Art von «Webpapier» zu nutzen und dieses Papier nach Wahl mit ganz verschiedenen Dokumenten (auch PDF-Dateien) zu füllen. Was dann entsteht, kann der «ganzen Welt» oder auch nur einigen wenigen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden. Pikiwiki offeriert in seiner aktuellen «Alpha»-Version unlimitierten Speicherplatz – ob dies immer so bleiben wird, ist allerdings nicht sicher.

Ähnliche Angebote sind Weebly (www.weebly.com), Freewebs (www.freewebs.com) und Own-Free-Website (www.own-free-website.com). All diesen Programmen ist gemeinsam, dass man Websites ohne zusätzliche Hilfsmittel starten und gestalten kann. Nicht immer funktioniert alles auf Anhieb, aber grössere Schwierigkeiten treten kaum auf. Zum Teil wird offeriert, gegen Entgelt einen eigenen Domain-Namen (analog z.B. «infomed.org») zu führen. Manchmal kann man jedoch einfache «eigene» Subdomain-Namen gratis bekommen (Beispiel: www.infomed.weebly.com). Auch hat man ja heute die Möglichkeit, über kostenlose «Umleitstellen» wie z.B. Notlong (http://notlong.com) Webadressen nicht nur zu verkürzen, sondern auch individuell zu definieren.

Am häufigsten habe ich bisher «Google Sites» verwendet. Ausführliche Angaben zu diesem Angebot finden sich auf der entsprechenden «Overview»-Seite (http://www.google.com/sites/overview.html). Bemerkenswert ist insbesondere, dass man mindestens 10 GB Speicherplatz gratis erhält und eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten erhält. So kann man beispielsweise einen Link zu der Agenda einer Ärztegruppe einbauen oder Präsentationen zu Vorträgen aufschalten. Da das Angebot zu Google gehört, kann die Website ohne zusätzliche Programmierung jederzeit durchsucht werden. Auch hier gilt, dass eine solche Website von einer einzelnen Person oder auch von einer ganzen Gruppe bearbeitet werden kann; der Zugang kann eingeschränkt oder allgemein geöffnet werden.

Etzel Gysling

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