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PubMed erneut verbessert

PubMed, das kostenlose Medline-Angebot der amerikanischen "National Library of Medicine" und der "National Institutes of Health" (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/), ist seit kurzem in nochmals verbesserter Form im Web. Vieles, was schon bisher erhältlich war, ist jetzt leichter zu finden. Die Homepage mit einer minimalistischen Suchfläche und den wichtigsten "Zusatzangeboten" macht die Anwendung sehr einfach. So können bereits definierte Suchfilter genutzt werden, z.B. die "Clinical Queries", mit denen nach Evidenz-Kriterien ausgewählte klinische Studien gesucht werden oder mit "Topic-Specific Queries", die eine Suche in einem Segment der Datenbank (z.B. im "Cancer Subset") ermöglichen. Auch die Datenbank der "Medical Subheadings"(MeSH) ist sehr leicht zugänglich. Verbessert ist auch die Resultateseite, auf der man auf weitere Suchmöglichkeiten ("also try") und auf kostenlos erhältliche Volltexte ("free fulltext articles in PubMed Central") aufmerksam gemacht wird. Mittels sogenannter Dropdowns kann die Art der Darstellung auf dem Bildschirm (z.B. als einfache Textversion des Abstracts) und die "Versandvarianten" (z.B. via E-Mail) gewählt werden. Heute lohnt es sich noch mehr als bisher, eine personalisierte PubMed-Seite zu verwenden. Diese läuft nicht unter dem PubMed-Namen, sondern heisst nach dem "National Center for Biotechnology Information" (NCBI): "MyNCBI". Diese individualisierte PubMed-Version ist rasch eingerichtet (siehe: http://nnlm.gov/training/resources/myncbitri.pdf) . Zu den wichtigsten Attributen von "MyNCBI" gehören die Möglichkeit, Suchstrategien und Bibliographien individuell aufzubewahren, die Zustellung von E-Mail-Nachrichten zu definierten Suchbegriffen und die Verwendung von individuell gewählten Suchfiltern (z.B. zu Referenzen mit "Abstracts" oder zu Übersichtsarbeiten, aber auch in Bezug auf bestimmte Personen- oder Altersgruppen). Neu kann man eine Sammlung von Referenzen auch anderen Leuten zugänglich machen ("public"). Auch werden die gesamten innerhalb des individuellen "MyNCBI" ausgeführten Suchen und Einzelreferenzen (die man angeschaut hat) während sechs Monaten aufbewahrt. Letztere Daten ("recent activity") können durchsucht werden, was ein rasches Wiederauffinden von Referenzen ermöglicht. Selbstverständlich lassen sich alle diese personalisierten Daten jederzeit modifizieren oder auch löschen, wie wenn man am eigenen Computer arbeiten würde. Arbeitet man mit "MyNCBI", so kann man die erwähnte Dropdown-Option auch dazu verwenden, eine neue Referenz rasch einer bereits vorhandenen Referenzensammlung hinzuzufügen. Nach wie vor existiert aber auch ohne "MyNCBI" das "Clipboard", mit dem man vorweg Referenzen sammeln kann. Das Clipboard wird allerdings - im Gegensatz zu den personalisierten Daten - nach acht Stunden Inaktivität gelöscht. Erwähnenswert ist ferner die Möglichkeit, einen "RSS Feed" zu einer bestimmten Suche einzurichten. So ist es möglich, sich mit minimalem Aufwand zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu halten. (Ausführlichere Informationen zu RSS finden sich in den PubMed-Hilfsseiten; Adresse: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/bookshelf/br.fcgi?book=helppubmed).

Etzel Gysling

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