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Klinische Epidemiologie kurz erklärt / Mai/Juni 1999

Cost-Utility-Analysis

Die Cost-Utility-Analysis (CUA) erlaubt es, Interventionen in bezug auf Unterschiede in der resultierenden Lebensqualität zu vergleichen. Diese wird in Form einer Utility ausgedrückt; die Präferenz für einen bestimmten Gesundheitszustand wird als Zahl dargestellt. Am meisten verbreitet ist das Konzept der Quality Adjusted Life Years (QUALY's): Dabei wird der Nutzen einer bestimmten Intervention in Form von qualitätsgewichteten Lebensjahren gemessen. QUALY's berücksichtigen alle für die Lebensqualität relevanten Dimensionen und erlauben deshalb den Vergleich von beliebig unterschiedlichen Interventionen. Damit bietet sich die Cost-Utility-Analysis als Grundlage für gesundheitspolitische Entscheide über die Ressourcenallokation an, beispielsweise ob bei beschränkten finanziellen Mitteln die Intensivmedizin oder die Dialyse ausgebaut werden soll. Cost-Utility- und Cost-Benefit-Analysen werden im Deutschen beide sowohl als Kosten-Nutzwert- als auch als Kosten-Nutzen-Analyse bezeichnet, weshalb die deutsche Terminologie verwirrlich ist.

Methodische Probleme machen die Cost-Utility-Analysis umstritten: Die gängigen Methoden zur Messung von Utilities und die damit verbundenen Probleme werden in «Bestimmung von Utilities» dargestellt.

Jürg P. Bleuer
 

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