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Klinische Epidemiologie
kurz erklärt / Januar 2001
Interne und externe Validität einer
Studie
In der Literatur wird unterschieden zwischen der Verlässlichkeit
der Studienresultate innerhalb des Kontextes der Studie selbst (interne
Validität) und ihrer Übertragbarkeit in die Praxis (externe
Validität). Bei der Beurteilung der internen Validität geht
es in erster Linie darum, mögliche Quellen für systematische
Fehler (Bias) in einer Studie nicht zu übersehen. Dabei wird schwergewichtig
die Qualität ihrer «Anti-Bias-Instrumente» wie Randomisierung
und Verblindung beurteilt. Bei der Beurteilung der zufälligen Fehler
stützen wir uns in der Regel auf statistische Methoden, mit denen
sich die Power einer Studie und die statistische Signifikanz der Resultate
berechnen lassen.
Nicht weniger wichtig ist die externe Validität einer Studie. Während
die interne an relativ klaren Kriterien gemessen werden kann, müssen
wir beim Abschätzen der externen Validität mehr auf die eigene
Erfahrung abstützen. Immerhin können beispielsweise anhand von
Ein- und Ausschlusskriterien oder von Ereignisraten in der Kontrollgruppe
auch objektivere Vergleiche angestellt werden. Nicht verwechselt werden
soll die Frage nach der externen Validität einer Studie allerdings
mit der Frage nach dem Sinn oder Unsinn einer Intervention. Zu hoffen bleibt
aus meiner Sicht, dass die kritische Evaluation von Studien möglichst
verlässliche Grundlagen für diese vielleicht viel entscheidenderen
Fragen ermöglicht.
Peter Ritzmann
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