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Klinische Epidemiologie kurz erklärt / September
2001
«Harte» Endpunkte
Ein entscheidender Punkt für die Praxisrelevanz einer Studie sind
die Endpunkte, die sie untersucht. Unterschieden wird grundsätzlich
zwischen klinisch relevanten, «harten» Endpunkten und Surrogatendpunkten.
«Harte» Endpunkte sind solche, über die sich nicht diskutieren
lässt. Sie sind in der Regel für die Betroffenen direkt relevant.
In einer Hypertonie-Studie beispielsweise können dies Schlaganfälle,
andere kardiovaskuläre Ereignisse oder Todesfälle sein, in einer
Osteoporose-Studie Frakturen. Ein anhand solcher klinisch relevanter Endpunkte
belegter Nutzen gewährt die beste Garantie, dass eine Intervention
mehr als «Labor-» oder «Röntgenkosmetik» bringt.
Wenn Studien einen Nutzen lediglich anhand sogenannter Surrogatendpunkte
(siehe infomed-screen 8/1997) dokumentieren –
z.B. niedrigere Blutdruckwerte oder höhere Knochendichte –, so bleibt
diesbezüglich immer eine Restunsicherheit. Erinnert sei hier an die
Osteoporose-Behandlung mit Fluoriden, die wohl eine klare Zunahme der Knochendichte,
aber ein möglicherweise sogar erhöhtes Frakturrisiko erbrachte.
Peter Ritzmann
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