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  • Ceftriaxon (Rocephin® u.a.) und Enzephalopathie
  • Verfasst von:
  • Datum: 26. März 2021

Das Antibiotikum Ceftriaxon scheint in seltenen Fällen eine Enzephalopathie hervorrufen zu können. Diesen Schluss zog die kanadische Arzneimittelbehörde nach der Durchsicht der Fallberichte, die weltweit entweder an die Meldestellen gelangt oder in der Literatur veröffentlicht worden waren.

Mitteilung der kanadischen Arzneimittelbehörde: Ceftriaxone-containing products – Assessing the Potential Risk of Encephalopathy

  • Antibiotika in der Schwangerschaft erhöhen Asthmarisiko fürs Kind
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 24. März 2021

In einer dänischen Kohortenstudie wurden die Daten von über 32’000 Frauen und ihren Kindern analysiert. Man stellte fest, dass die Kinder häufiger an Asthma erkrankten, wenn ihre Mütter im 2. oder 3. Schwangerschaftsdrittel ein Antibiotikum erhalten hatten; als «Odds Ratio» errechnete sich ein Wert von 1,14 (1,05–1,24). Allerdings war ein signifikanter Unterschied nur bei den auf vaginalem Weg geborenen Kindern zu beobachten.

Kurzform der Studie aus «Archives of Disease in Childhood»: Antibiotic exposure during pregnancy and childhood asthma: a national birth cohort study investigating timing of exposure and mode of delivery

  • Tofacitinib (Xeljanz®): Erhöhtes Risiko für Tumoren und kardiovaskuläre Ereignisse
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 21. März 2021

In der «ORAL Surveillance Study», einer Phase-IV-Sicherheitsstudie, die über 4000 Personen mit einer rheumatoiden Arthritis umfasste, wurde der Januskinase-Hemmer Tofacitinib mit den beiden TNF-α-Hemmern Adalimumab (Humira® u.a.) und Etanercept (Enbrel® u.a.) verglichen. Dabei beobachtete man unter Tofacitinib signifikant mehr Krebserkrankungen (ohne nichtmelanozytäre Hauttumoren) als unter den TNF-α-Hemmern (11,3 gegenüber 7,7 pro 1000 Personenjahre; HR = 1,48 [1,04–2,09]). Auch schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse traten bei Tofacitinib häufiger auf (9,8 gegenüber 7,3 pro 1000 Personenjahre; HR = 1,33 [0,91–1,94]).bereits früher war gemeldet worden, dass Tofacitinib in höherer Dosis mit Lungenembolien in Verbindung steht.

Zusammenfassung der «ORAL Surveillance Study»: JAK Inhibitor Misses Endpoint in Safety Study

Früherer BDN-Text: Tofacitinib (Xeljanz®): Zunahme von Lungenembolien unter höheren Dosen

  • Covid-19: Medikamente und Impfungen
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 17. März 2021

Die unabhängige Zeitschrift «Medical Letter» hat eine umfangreiche Tabelle zu Covid-19 erarbeitet: Zu jeglichen Medikamenten, die im Zusammenhang mit Covid-19 in Diskussion gekommen sind – seien es Mittel, die zur Therapie oder Prophylaxe geprüft wurden, seien es Medikamente, bei denen ein negativer Einfluss auf den Krankheitsverlauf postuliert wird –, sind alle wichtigen Studiendaten und sonstigen Informationen zusammengefasst. In gleicher Weise hat man die Impfstoffe aufgeführt. Die Liste wird regelmässig auf den neusten Stand gebracht.

Tabelle aus dem «Medical Letter»: Treatments Considered for COVID-19

  • Blutdruckerhöhung durch Erenumab (Aimovig®)
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 9. März 2021

Vor drei Monaten wurde in der «pharma-kritik» darauf hingewiesen, dass das Migränemedikament Erenumab häufig zu Nebenwirkungen führe; vor allem von einer Obstipation seien viele Behandelte betroffen. Eine kürzliche erschienene Fallserie lässt vermuten, dass Erenumab auch einen Blutdruckanstieg hervorrufen kann. Beschrieben werden 61 Patientinnen und Patienten, bei denen – in vielen Fällen innerhalb einer Woche nach der ersten Verabreichung – eine durchschnittliche Erhöhung des systolischen Blutdrucks um 39 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um 28 mmHg beobachtet wurde (Medianwerte). Bei einem Drittel der Betroffenen lag eine bekannte Hypertonie vor.

Kurzform der Fallserie aus «Headache»: Hypertension: A new safety risk for patients treated with erenumab

«pharma-kritik»-Artikel (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): Erenumab verursacht häufig Nebenwirkungen

  • Atezolizumab (Tecentriq®) und autoimmune hämolytische Anämie
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 7. März 2021

Unter der Behandlung mit Atezolizumab, einem monoklonalen Antikörper zur Therapie von gewissen Lungen- und anderen Karzinomen, sind einzelne Fälle einer autoimmunen hämolytischen Anämie vorgekommen, wobei ein kausaler Zusammenhang als möglich betrachtet wird.

Mitteilung der kanadischen Arzneimittelbehörde: Atezolizumab – Assessing the Potential Risk of Autoimmune Hemolytic Anemia

  • Sofosbuvir und schwere Hautnebenwirkungen
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 2. März 2021

Eine Analyse der kanadischen Arzneimittelbehörde kommt zum Schluss, dass Sofosbuvir – eine antivirale Substanz zur Behandlung der Hepatitis C und enthalten in Sovaldi® sowie in mehreren Kombinationspräparaten – in seltenen Fällen ein Stevens-Johnson-Syndrom hervorrufen könne. Ein Zusammenhang mit anderen schweren Hautreaktionen (toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme oder bullöse Dermatitis) sei dagegen mit den vorhanden Daten nicht nachzuweisen.

Mitteilung der kanadischen Arzneimittelbehörde: Sofosbuvir-containing products – Assessing the Potential Risk of Severe Cutaneous Adverse Reactions