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  • Interstitielle Pneumopathien bei CDK-4/6-Hemmern
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 28. Oktober 2021

Abemaciclib (Verzenios®), Palbociclib (Ibrance®) und Ribociclib (Kisqali®), welche die cyclinabhängigen Kinasen 4 und 6 hemmen, können sich zur Behandlung von fortgeschrittenen Mammakarzinomen anbieten. Wie letzthin berichtet, sind unter diesen Medikamenten verschiedenartige Hautnebenwirkungen beobachtet worden (Hautnebenwirkungen durch CDK-4/6-Hemmer).
Einer Meldung der britischen Arzneimittelbehörde zufolge können CDK-4/6-Hemmer in seltenen Fällen auch interstitielle Lungenerkrankungen hervorrufen. Dies sei zu beachten bei Patientinnen, die diese Medikamente erhalten und zum Beispiel über Husten oder Dyspnoe klagen.

Mitteilung der britischen Arzneimittelbehörde: CDK4/6 inhibitors: reports of interstitial lung disease and pneumonitis, including severe cases

  • Opioidinduzierte Hyperalgesie
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 21. Oktober 2021

Die opioidinduzierte Hyperalgesie kann nach einer längerdauernden Opioidtherapie auftreten und als paradoxer Effekt aufgefasst werden. Die betroffenen Personen berichten über verstärkte Schmerzen (Hyperalgesie) oder über eine Schmerzreaktion bei einem normalerweise nicht schmerzhaften Stimulus (Allodynie). Bei den Schmerzen kann es sich um diejenigen handeln, die den Grund für die Opioidgabe bilden, oder um neuartige Schmerzen. Im Gegensatz zur Toleranzentwicklung, bei der sich die Schmerzen mit einer Dosiserhöhung der Opioide bekämpfen lassen, verschlimmern sich bei einer opioidinduzierten Hyperalgesie die Schmerzen, wenn man die Opioiddosis steigert.

Artikel aus dem «Prescriber Update»: The paradox of opioid-induced hyperalgesia

  • Pankreatitis unter Tocilizumab (Actemra®)
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 19. Oktober 2021

Tocilizumab, ein Interleukin-6-Hemmer, den man vor allem bei rheumatoider Arthritis einsetzt, aber auch zur Behandlung bei Covid-19 getestet hat, kann möglicherweise eine Pankreatitis hervorrufen. In der WHO-Nebenwirkungsdatenbank sind die Berichte von 41 Patientinnen und Patienten vorhanden, bei denen unter Tocilizumab eine Pankreatitis aufgetreten ist; in 31 Fällen scheint Tocilizumab unter den Medikamenten das einzige zu sein, das als Pankreatitis-Ursache in Frage kommt.

Bericht aus dem «WHO Pharmaceuticals Newsletter»: Tocilizumab and Pancreatitis

  • VEGF-Hemmer: Metaanalyse bestätigt Hypertonie-Risiko
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 2. Oktober 2021

Die zur Krebsbehandlung verwendeten VEGF-Hemmer («vascular endothelial growth factors») wie Bevacizumab (Avastin® u.a.) und Ramucirumab (Cyramza®) erhöhen das Risiko einer arteriellen Hypertonie, wie eine aktuelle Metaanalyse bekräftigt. Das Risiko einer Blutdruckerhöhung nimmt um einen Faktor 3,2 (2,8–3,7) zu, dasjenige einer höher-, das heisst mindestens 3-gradigen Hypertonie um einen Faktor 6,2 (5,6–6,8).

Kurzform der Studie aus dem «Journal of Chemotherapy»: Risk of hypertension with anti-VEGF monoclonal antibodies in cancer patients: a systematic review and meta-analysis of 105 phase II/III randomized controlled trials