Im Fokus

Synopsis
10. September 2026

Aprocitentan

Ein neues Antihypertensivum, dessen Wirkung auf dem Antagonismus an Endothelin-Rezeptoren beruht. Gegenüber Placebo kann durchschnittlich eine Blutdrucksenkung um 4 mm Hg erreicht werden. Gegenüber anderen Optionen einer antihypertensiven Zusatztherapie ist bisher kein klarer Vorteil zu erkennen.

Infomed-Screen
21. September 2026

Antikoagulation bei Vorhofflimmern

Profitieren auch Personen mit einem höchstens moderaten Hirnschlag-Risiko von einer Antikoagulation mit direkten oralen Antikoagulantien (DOAK)?

Infomed-Screen
18. September 2026

Kalzium und Vitamin D enttäuschen

Leider bestätigt auch diese neueste Metaanalyse, dass wir uns wohl zu viel von diesen beiden Medikamenten versprochen haben: für beide Endpunkte ist bestenfalls ein marginaler Nutzen nachweisbar. 

Unabhängige Quellen
17. September 2026

Opioide können hormonelle Störungen verursachen

Opioide können zu Störungen der Sexualfunktion, zu einer Nebennierenrinden-Insuffizienz und auch zu einer Hyperprolaktinämie führen.

Arzneimittel-Probleme
16. September 2026

Pharmakovigilanz-Meldungen zu Cannabinoiden

Aus der WHO-Datenbank VigiBase wurden die Meldungen zu den Cannabinoiden extrahiert. Die Auswertung der gemeldeten Probleme zeigt, dass «Cannabis sativa» allgemein wie auch THC und CBD schwerwiegende, in einigen Fällen letal verlaufende Nebenwirkungen verursachen können.  

Synopsis
8. September 2026

Vibegron

In einer Doppelblindstudie war Vibegron ähnlich wirksam wie Tolterodin. Bei überaktiver Blase ist in erster Linie zu nicht-medikamentöser Therapie zu raten.

Arzneimittel-Probleme
4. September 2026

Avacopan hepatotoxisch

Die Entwicklung um Avacopan verdeutlicht, wie entscheidend die Integrität klinischer Studiendaten für eine verlässliche Nutzen-Risiko-Bewertung ist.

Infomed-Screen
3. September 2026

Metamizol-induzierte Agranulozytose

Metamizol bleibt ein Medikament der 2. Wahl, das nur bei starken Schmerzen oder hohem Fieber eingesetzt werden darf, wenn andere Massnahmen unwirksam oder kontraindiziert sind. 

Synopsis
1. September 2026

Elinzanetant

Ein Neurokinin-Hemmer, der vasomotorische Symptome in und nach der Menopause lindern kann. Seine Wirksamkeit ist jedoch relativ bescheiden. Zudem ist mit störenden zentralnervösen Nebenwirkungen zu rechnen.

Synopsis
28. August 2026

Teprotumumab

Teprotumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der den Rezeptor des ««insulin-like growth factor-1» hemmt. Seine Wirksamkeit bei aktiver Schilddrüsen-bedingter Augenkrankheit wurde in zwei Doppelblindstudien dokumentiert. Ob er längerfristig wirksamer ist als die bisher verwendete Therapie mit Methylprednisolon, ist nicht gesichert. Er verursacht häufig Nebenwirkungen, teilweise durchaus relevanter Natur (Gehörsschäden, Hyperglykämien).